Mainzer starten Petition für Klimaschutz

Ausruf des Klimanotstands von Stadt gefordert

Mainzer starten Petition für Klimaschutz

In einer Onlinepetition an Oberbürgermeister Michael Ebling fordern Mainzer den Ausruf des Klimanotstands. Die Stadt Mainz soll Maßnahmen ergreifen, um den Klimawandel aufzuhalten und so ein Vorbild für andere Städte sein, so die Forderung.

Initiiert wurde die Petition von der hiesigen Gruppierung „Extinction Rebellion Mainz“. „Extinction Rebellion“ (XR) ist eine internationale Umweltbewegung, die im Oktober 2018 gegründet wurde. Sie fordert die Bürger weltweit zu friedlichen Protesten auf, um den Klimawandel und das Massensterben zu beenden. „Die Zeit reicht nicht aus, um auf internationale oder bundesweite Entscheidungen zu warten. Wir müssen jetzt handeln. Auch hier in Mainz!“, schreibt die Gruppe auf der offiziellen Petitionswebseite.

In den Städten Konstanz, Heidelberg, Kiel, Herford, Münster und Lübeck wurde der Klimanotstand bereits ausgerufen. Konstanz war Anfang Mai die erste deutsche Stadt. Im Fall von Konstanz wurde ein „Klimavorbehalt“ gefordert. So müssen alle neuen Beschlüsse und Gesetze auf kommunaler Ebene überprüft werden, ob sie das Klima schützen oder weiter schädigen. Das fordert „Extinction Rebellion“ auch von Mainz: „Bei jeder Entscheidung des Stadtrats und der Stadtverwaltung ist fortan zu prüfen, ob diese mit den Klimaschutzzielen vereinbar ist.“

Gestartet wurde die Mainzer Klimapetition am 19. Mai. Vergangenen Mittwoch wurde das erste Ziel von 250 Unterschriften erreicht - das derzeitige Ziel sind 500 Unterschriften. Wann und mit wie vielen Unterschriften die Petition bei der Stadtverwaltung eingereicht wird, ist nicht bekannt. (mm)

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