Abfall weitestgehend abschaffen – der neue Plan für Rheinland-Pfalz

Umweltministerin Katrin Eder stellt in Mainz Pläne vor, wie Müll weiter reduziert werden soll.

Abfall weitestgehend abschaffen – der neue Plan für Rheinland-Pfalz

„Weniger Abfall bedeutet mehr Klimaschutz“, sagt Umweltministerin Katrin Eder (Die Grünen) bei der Vorstellung des Abfallwirtschaftsplans Rheinland-Pfalz in Mainz. Dem Plan zufolge soll Müll generell reduziert werden. Zudem sollen verwertbare Abfälle möglichst hochwertig recyclet und nicht verwertbare schadlos aus dem Kreislauf geschleust werden.

Damit könnte auch die Abfallentsorgung günstiger werden. Es sei zudem ein richtiger Schritt in Richtung Klimaschutz und Ressourcenschutz, da wichtige Rohstoffe eingespart würden, so Eder am Mittwoch. Ob der Plan aufgehe, könne man am besten an der Restmenge des nicht recyclebaren Mülls feststellen, erklärt die Umweltministerin: „Muss weniger Abfall verbrannt werden, spart das Geld und CO₂. Verringert sich der biologisch abbaubare Anteil im Restabfall, bedeutet das mehr Energie zum Beispiel durch Biogas.“

Biomüll zu Energie machen

In Rheinland-Pfalz werden acht Bioabfall-Vergärungsanlagen betrieben, in denen derzeit etwa 60 Prozent des getrennten Biomülls zu Energie umgewandelt werden. Damit liege Rheinland-Pfalz weit über dem bundesweiten Durchschnitt von circa 33 Prozent. „Durch die stoffliche Verwertung der Biotonnen- und Gartenabfälle wurden etwa 40.000 Tonnen CO₂-Äquivalente eingespart. So geht Klimaschutz. Ich möchte die Menschen in Rheinland-Pfalz aufrufen, diesen Einsatz beizubehalten“, so Eder.

Damit die Ingenieurbüros auch nach gleichen Grundsätzen vorgehen, sei das Landesamt für Umwelt beauftragt worden, eine Sortierrichtlinie zu erarbeiten. Die Untersuchungen des Restabfalls sollen demnach spätestens alle fünf Jahre erfolgen. Sie sollen die Grundlage für die zukünftigen Abfallwirtschaftskonzepte der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger bilden. Die Kommunen sollen so ermächtigt werden, sich ihre Ziele selbst zu setzen.

Im Moment liege Rheinland-Pfalz beim durchschnittlichen Abfallaufkommen pro Kopf zehn Kilo unter dem Bundesdurchschnitt. Man wolle aus diesen guten Voraussetzungen das Beste machen. Darüber hinaus enthalte der Abfallwirtschaftsplan eine Bestandsaufnahme der derzeit verfügbaren Mülldeponie-Flächen und eine Prognose für den zukünftigen Bedarf an Deponien.

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