Stadt Mainz: Treibhausgas-Emissionen erheblich gesunken

Die Treibhausgas-Emissionen in Mainz sind seit 1990 deutlich gesunken. Eine neue Bilanz zeigt aber auch, in welchen Bereichen die Stadt noch nachbessern muss, um klimaneutral zu werden.

Stadt Mainz: Treibhausgas-Emissionen erheblich gesunken

Die Stadt Mainz hat ihre Treibhausgas-Bilanz für das Jahr 2024 vorgestellt. Die Emissionen sind demnach seit 1990 erheblich gesunken. Die Bilanz dient der Stadt als Grundlage, um die Entwicklung auf dem Weg zur Klimaneutralität zu verfolgen.

Die Treibhausgas-Emissionen sanken laut Stadt seit 1990 um 56 Prozent von 3466 auf 1516 Kilotonnen CO₂-Äquivalent. Der End-Energieverbrauch ging im selben Zeitraum um 42 Prozent zurück. Ziel der Stadt ist es, die Treibhausgas-Emissionen um 95 Prozent und den Endenergieverbrauch um 50 Prozent zu senken, idealerweise bis 2035. Während das Ziel bei der Energieeinsparung bereits zu 83 Prozent erreicht ist, sind es bei den Emissionen 56 Prozent.

Große Unterschiede zwischen Industrie und Verkehr

Der bisherige Rückgang sei vor allem auf die Industrie zurückzuführen, die ihre Emissionen um 80 Prozent habe reduzieren können. Der Verkehrssektor liege hingegen nur rund 12 Prozent unter dem Niveau von 1990 und ist aktuell der zweitgrößte Verursacher von Treibhausgasen in der Stadt.

Einsehbar sind die Ergebnisse auf der neuen Online-Plattform zukunftklima.mainz.de. Zu sehen sind hier Emissionsentwicklungen, Klimaschutz-Szenarien und die Ergebnisse von Maßnahmen.

Laut der Umwelt- und Mobilitätsdezernentin Janina Steinkrüger sei Klimaneutralität „grundsätzlich erreichbar“. Sollten die Szenarien so eintreffen und die „eigenen Anstrengungen und zusätzlichen Maßnahmen“ konsequent umgesetzt werden, sei das bis etwa 2040 möglich. „Wenn wir mit der Klimaneutralität möglichst nah an das Zieljahr 2035 kommen wollen, müssen alle anpacken: die Politik auf Bundes-, Landes- und Stadtebene ebenso wie die Verwaltung, die Wirtschaft und die Mainzerinnen und Mainzer“, so Steinkrüger.