Kranke Igel: Tierheim Mainz bittet um Mithilfe

Viele Igel wachen derzeit aus dem Winterschlaf auf - sie finden allerdings kaum Nahrung, sind verletzt oder abgemagert. Wie Ihr den Tieren helfen könnt.

Kranke Igel: Tierheim Mainz bittet um Mithilfe

Frühlingshafte Temperaturen und viel Sonne locken derzeit nicht nur die Menschen aus ihren Häusern. Auch immer mehr Igel erwachen aus dem Winterschlaf - und das ist oftmals noch zu früh für diese Jahreszeit. Das Tierheim Mainz hat deswegen nun zu besonderer Vorsicht aufgerufen.

In einem Facebook-Post schreiben die Verantwortlichen: „Momentan sind sehr viele Igel, die aus dem Winterschlaf gekommen sind, in einem verheerenden Zustand.“ Sie finden im Moment weder genug Nahrung (Insekten, Regenwürmer) noch Wasser. Viele seien bei Gartenarbeiten oder ähnlichem verletzt worden, haben Unmengen an Parasiten, Husten und seien völlig abgemagert, so das Tierheim weiter.

Das Tierheim ruft dazu auf, nicht zu zögern und die kranken oder abgemagerten Tiere zu sichern. Laut Naturschutzbund Rheinland-Pfalz (Nabu) erkennt man kranke Tiere daran, „dass sie tagaktiv und abgemagert sind, kraftlos und zittrig laufen, apathisch oder schwach sind“. Ein auffälliges Zeichen sei zudem, dass sich kranke Igel kaum einrollen. „Auch Igel mit starkem Floh-, Wurm- und Zeckenbefall sind hilfsbedürftig.“ Hat man ein Tier gesichert, solle man „hochwertiges Katzennassfutter oder -trockenfutter anbieten, ohne Getreide, Gelee, Saucen und bitte niemals normale Milch“, so das Tierheim Mainz. Die pflegebedürftigen Igel sollten dann laut Nabu zum Tierarzt oder in eine Igelstation gebracht werden. Auch das Tierheim nimmt kranke Tiere auf.

Was Ihr sonst tun könnt

Um den Igeln einen guten Lebensraum zu bieten, sollte der Garten naturnah gestaltet sein, so der Nabu. Man kann den Tieren zum Beispiel durch Laub- oder Reisighaufen Unterschlupf bieten oder bei Zäunen und Gartentoren dafür sorgen, dass sie ungestört passieren können. Denn Igel durchstöbern nachts ein großes Gebiet und brauchen dafür „freie Bahn“. Man kann außerdem eine Wassertränke aufstellen und wenig Pestizide verwenden. Vorsicht ist auch bei Gartenarbeiten und besonders dem Mähen des Rasens geboten. Hier können die Kleintiere leicht verletzt oder gar verstümmelt werden. Auch beim Arbeiten mit dem Laubsauger sollte man aufpassen.

Weitere Tipps für einen igelfreundlichen Garten und den Umgang mit den Tieren findet Ihr hier und hier. (pk)

Logo