Mainzer Motive zum Anziehen

Mainz kann man auch anziehen: Online gibt es neue Anbieter, die Mode mit Mainzer-Motiven vertreiben. Merkurist hat mit den Gründern von „Schoppeshirt“ und „Charles-Shirts“ über ihre Kleidung gesprochen.

Mainzer Motive zum Anziehen

Mode verrät immer etwas über den Träger, denn mit Kleidungsstücken kann man individuelle Vorlieben und Einstellungen nach außen tragen. Ganz deutlich wird die Liebe zur Heimat, wenn man Kleidung und Accessoires mit Rheinhessen-Motiven trägt. Merkurist stellt euch Labels aus der Region vor.

„Schoppeshirt“

„Woiprinzessin“, „Schorlegewitter“ oder „Schoppestecher“ steht auf den weißen T-Shirts von „Schoppeshirt“. Alexander Eimer und Jessica Lorenz hatten die Idee dafür im vergangenen Jahr während eines Weinfestes. Merkurist haben sie erzählt: „Wir haben uns gedacht, dass es schön wäre, ein Shirt zu haben, das man an genau solchen Events tragen kann.“ Die Motive sollten dabei nicht nur für ihren Heimatort Nierstein attraktiv sein, sondern ganz Rheinhessen ansprechen: „So kamen wir auf die Bezeichnungen wie Schoppestecher oder Woiprinzessin, die immer mehr aus dem Sprachgebrauch der Jugend verschwinden.“

Seit Anfang Juni kann man die T-Shirts online bestellen. Dabei sei es Eimer und Lorenz wichtig gewesen, dass das Shirt die Verbundenheit zum Wein und zur Region zeige, ohne zu plakativ zu wirken. Die beiden Gründer berichten: „Wir haben gemerkt, dass sich viele mit den Shirts identifizieren können und sie mit Freude tragen."

„Wir stellen absolut keine Massenware her.“ - Gründer Schoppeshirt

Die Inhaber des Labels achten sehr drauf, dass die Kleidungsstücke möglichst umweltfreundlich und fair produziert werden. Die T-Shirts aus Bio-Baumwolle werden bei einem lokalen Anbieter bestickt, um den Transportaufwand möglichst gering zu halten. Zusätzlich zertifiziert die Stiftung „Fair Wear“ die Produkte. Diese setzt sich dafür ein, dass die Arbeitsbedingungen in der Kleidungs- und Textilindustrie verbessert werden. Verschickt werden die Shirts anschließend in Briefumschlägen aus Papier, um Plastik zu vermeiden. Außerdem sparen die Umschläge Volumen im Postauto und für die Kunden sind die Versandkosten geringer. „Wir stellen absolut keine Massenware her, sondern produzieren nur in kleinen Mengen“, so die Gründer. Für die Zukunft wünschen sich die beiden, dass ihre Motive weiterhin gut bei den Kunden ankommen.

„Charles-Shirts“

Während es bei „Schoppeshirts“ aktuell vier Sprüche zur Auswahl gibt, bietet das Mainzer Label „Charles-Shirts“ 14 Motive aus der Region an. Darunter sind stilisierte Zeichnungen vom Mainzer Dom, zwei Häusern des Kaiser-Wilhelm-Rings und Piktogramme von Weck, Worscht und Woi.

Das Label wurde von Anne Rheinheimer und Sebastian Berg gegründet, beide sind zugezogene Mainzer. Auf ihrer Homepage schreiben sie: „Wir, als Wahlmainzerin und Wahlmainzer, haben die Stadt kennen und lieben gelernt.“ Ihre Designs seien dabei von beliebten Mainzer Vierteln, Straßen, Plätzen und Festen inspiriert.

Merkurist haben sie verraten, dass ihnen die Idee ihrem Label im Urlaub gekommen sei: „Dort kam uns der Einfall zu einem einfarbigen Shirt mit einem kleinen Aufdruck, mit dem man sich identifizieren kann.“ Dabei seien sie als Designer selbst für die Symbole verantwortlich: „Mainz lebt auf seinen Plätzen, Vierteln und Festen, was wir mit unseren Motiven auch ausdrücken möchten.“

„Die Nachhaltigkeit und die Qualität stehen an erster Stelle.“ - Gründer Charles-Shirts

„Minimalistisch und trotzdem aussagekräftig“, so beschreiben die Gründer ihre Kleidung. Das Label bezieht seine Shirts von der Marke „Stanley&Stella“; diese verarbeitet ausschließlich Bio-Baumwolle. Dann werden die Motive auf Höhe der linken Brust aufgedruckt. Diese Arbeit übernimmt ein Unternehmen der Caritas, dass sich auf Siebdruckverfahren spezialisiert hat. Die Gründer erklären: „Die Nachhaltigkeit und die Qualität stehen an erster Stelle.“ Außer der T-Shirts bietet „Charles-Shirts“ eine Markttasche und Postkarten an.

Weitere Labels mit Mainz-Motiven

Dem ein oder anderen sind die Jutetaschen mit dem Aufdruck „Mainz am Wein“ sicherlich schon beim Einkaufen in der Stadt oder beim Marktfrühstück aufgefallen. Hinter dem Design steckt die Ideen- und Illustrationswerkstatt „Pinke Distel“. Die Einfälle für die Werkstatt stammen von Marc Distel, Illustratorin Yasmine Pinke setzt seine Pläne kreativ um. Sie verkaufen aber nicht nur Jutetaschen und Turnbeutel mit Mainz-Motiven, sondern vertreiben auch Shirts und Pullover mit Sprüchen wie: „Ordentlich in Schorle werfen“ oder „Harte Schorle, weicher Kern“.

Wer nicht genug von den Kleidungsstücken mit den Rheinhessen-Sprüchen bekommen kann, der findet weitere Anbieter. Das Mainzer Label „Herzgut“ verkauft beispielsweise eine Shoppingtasche mit dem Aufdruck „MAYENCE CHÈRIE“. Ein weiteres Schorle-Shirt gibt es im „Wamasa“-Shop in der Gaustraße und auch „I love Mainz“ oder „Neighbourhood-Streetwear“ bedrucken ihre Produkte mit typischen Mainz-Motiven. (df)

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