Mainzer Abwasser soll Aufschluss über künftige Corona-Maßnahmen geben

LUA veröffentlicht Messdaten zum Corona-Abwassermonitoring.

Mainzer Abwasser soll Aufschluss über künftige Corona-Maßnahmen geben

Seit einigen Wochen bereits wird das Abwasser der Mainzer untersucht, um zu beobachten, wie sich das Corona-Infektionsgeschehen weiter entwickelt. Nun hat das Landesuntersuchungsamt (LUA) die Ergebnisse veröffentlicht.

Dazu werden in ausgewählten Klärwerken zweimal pro Woche Proben entnommen und bei Bioscientia in Ingelheim analysiert und dokumentiert. Die Messungen und gesammelten Daten des „Corona-Abwassermonitorings“ sollen dann dazu beitragen, „künftige Maßnahmen noch genauer auf die aktuelle Corona-Lage anpassen zu können“, so Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). „Die klassische Inzidenz als alleiniger Maßstab für die Infektionslage im Land hat ausgedient. Es braucht weitere Faktoren, um die Lage gewissenhaft beurteilen zu können.“ So prüft die rheinland-pfälzische Landesregierung derzeit etwa, dem Vorstoß anderer Bundesländer zu folgen und die Isolationspflicht für positiv getestet Personen weitgehend aufzuheben (wir berichteten).

Zunächst ist das Anfang Oktober gestartete rheinland-pfälzische Abwassermonitoring auf sechs Monate befristet. Messungen würden jedoch in ganz Deutschland durchgeführt. So würden die Daten aus Rheinland-Pfalz an den Bund übermittelt, dort durch das Bundesamt für Umwelt (UBA) standardisiert und beim Robert Koch-Institut (RKI) analysiert und bewertet. Ziel sei es, zusätzliche Informationen zur Verbreitung des Erregers in einer Region und der Bevölkerung zu gewinnen.

Weitergehende Informationen zum Corona-Abwassermonitoring sowie die künftig wöchentlich veröffentlichten Ergebnisse könnt ihr hier einsehen.

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