Warum das „Golden Harp“ noch nicht wieder geöffnet hat

Eigentlich wollte der Betreiber des ehemaligen „Golden Harp“ schon vor drei Monaten einen neuen Pub eröffnen. Doch noch immer ist von dem geplanten „Sloc's“ in den Kellerräumen des Kiosks am Hauptbahnhof nichts zu sehen.

Warum das „Golden Harp“ noch nicht wieder geöffnet hat

Seit acht Monaten gibt es den Irish Pub „Golden Harp“ nicht mehr im Mainzer Hauptbahnhof. Der Betreiber musste die Räume im Oktober verlassen, weil die Deutsche Bahn den Mietvertrag nicht verlängert hatte (wir berichteten). Damit der Pub nicht völlig von der Bildfläche verschwindet, bietet der Betreiber seitdem an ein paar Tagen in der Woche die Reihe „Harp in Exile“ in den Räumen des „Alexander the Great“ an. Eigentlich sollte das nur eine kurzfristige Übergangslösung sein, spätestens im März wollte der Harp-Betreiber einen Pub mit neuem Namen im Keller unter dem Bahnhofs-Kiosk eröffnen. Doch die Eröffnung verzögert sich, noch immer gibt es die Bar „Sloc's“ nicht. Was ist passiert?

Mitte Februar war Stefan Mosig, einer der Geschäftsführer des Pub-Betreibers „G3 Conviviality UG“, noch optimistisch, dass der neue Pub bald eröffnen könne (wir berichteten). Auch eine neue Facebookseite wurde für das „Sloc's“ eingerichtet und erste Veranstaltungen geplant. Dann verkündeten die Betreiber Ende Februar, dass sich die Eröffnung verschieben werde: „Ein kurzfristig technisch / bauliches Problem muss noch zwischen Verpächter und Hauseigentümer geklärt werden - das bedeutet, dass wir noch nicht rein können“, heißt es in einem Facebook-Post. Wie lange sich die Eröffnung verschiebe, stehe noch nicht fest.

Planung vorerst auf Eis gelegt

Dann kam am 3. April die Nachricht, dass sich die Betreiber schweren Herzens dazu entschieden, die Pläne für das „Sloc's“ bis mindestens Oktober auf Eis zu legen. „Die Verzögerungen, die sich zwischen Eigentümer und Vermieter ergeben haben, haben seit Januar immer wieder unser Go hinausgeschoben - ein echter Einblick in die internen Gründe ist nicht gegeben“, heißt es in einem Statement bei Facebook.

Durch die ständigen Verzögerungen sei ein finanzieller Schaden entstanden, auch die Glaubwürdigkeit der Betreiber leide darunter. Da auch die Planungssicherheit kleiner werde und eine Eröffnung vor dem Sommerloch finanziell nicht mehr kalkulierbar sei, habe man sich für die Verschiebung entschieden. Das muss aber nicht heißen, dass das „Sloc's“ nicht doch noch in die Räume unter dem Kiosk zieht: „Eine endgültige Entscheidung steht noch aus - wir halten Euch auf dem Laufendem.“

Kiosk: Gastro-Betrieb kommt auf jeden Fall

Auch der Kiosk-Besitzer Herr Karabey sagt auf Anfrage von Merkurist, dass eine Entscheidung noch nicht getroffen sei. „Fest steht, dass auf jeden Fall ein Gastro-Betrieb in unsere Kellerräume kommt. Wann und ob das der Irish Pub oder eine Gaststätte wird, kann ich aber noch nicht sagen.“ Durch den neuen Betrieb werde die Kiosk-Fläche kleiner. Weil der Kiosk aber die Toiletten des neuen Lokals mitbenutzen könne, habe er dann wieder die Nacht hindurch geöffnet.

Auf die Frage, warum die Planungen schon so lange andauern, sagt Karabey, dass er sich noch nicht entschieden habe, was genau für ein Betrieb in die Räume kommen soll. „Ich war die letzten Jahre nie im Urlaub und habe das dieses Jahr nachgeholt.“ Deshalb lasse er sich für die Entscheidung mehr Zeit. Vom Pub-Betreiber kam auf Anfrage von Merkurist bisher keine Rückmeldung zu den weiteren Plänen zum „Sloc's“.

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