Was wird aus dem „Nimmerland“ in Gonsenheim?

Große Aufregung in Gonsenheim: Die Inhaberin der Kinderbuchhandlung „Nimmerland“ verkündete auf Facebook, dass sie sich nach einem neuen Laden umschauen muss. Steht das Geschäft also nun vor dem Aus?

Was wird aus dem „Nimmerland“ in Gonsenheim?

„Das Nimmerland muss umziehen“ - diese Nachricht war in der vergangenen Woche auf der Facebookseite der Gonsenheimer Kinderbuchhandlung zu lesen. Mehr als 200 Reaktionen und 70 Kommentare gab es inzwischen auf den Post, fast 100 Mal wurde er geteilt. Als die Inhaberin des „Nimmerlands“ Susanne Lux vor wenigen Tagen mit Merkurist sprach, wirkte sie noch wenig zuversichtlich, was den Fortbestand ihrer Kinderbuchhandlung in Gonsenheim angeht.

Gebäude verkauft

Damals ging Lux noch davon aus, dass das Gebäude, in dem sich ihr Laden befindet, verkauft und abgerissen werden soll. Doch inzwischen stellt sich die Situation anders dar. Zwar wurde das Objekt in der Breiten Straße an den Bauträger Fischer & Co. verkauft, doch ein Abriss des Gebäudes, wie Susanne Lux ursprünglich gehört hatte, steht nicht zur Debatte. „So, wie es sich derzeit darstellt, planen wir das nicht“, sagt Frank Röhr, Prokurist bei Fischer & Co. gegenüber Merkurist. „Es handelt sich um ein schönes Grundstück, das wir in Bestand halten wollen“, so Röhr.

Susanne Lux wolle man weiterhin als Mieterin behalten. „Das Nimmerland ist ein toller und beliebter Laden, warum sollten wir das so schnell hergeben?“, so Röhr. Fischer & Co. habe das Gebäude in dem Wissen erworben, welche Mieteinnahmen damit einhergingen. Und diese seien „ordentlich und auskömmlich“, so Röhr. Ob es eine Mietsteigerung geben werde, könne man noch nicht endgültig sagen. Der Mietvertrag der Kinderbuchhandlung Nimmerland läuft noch bis zum Februar 2021. „Wenn Frau Lux möchte, würden wir gerne verlängern“, so Röhr.

Bleibt das „Nimmerland“?

Nach dem ersten Schreck und in dem Glauben, das Gebäude würde abgerissen werden, ist Susanne Lux erleichtert: „Dass das nicht geplant ist, lässt mich aus allen Wolken fallen.“ Sie freue sich sehr über das überraschende Angebot, so Lux. „Meine Priorität ist natürlich, am Standort zu bleiben.“

Sie benötige allerdings Sicherheit für die nächsten Jahre. „Ich muss erst die Details eines neuen Vertrags kennen, um entscheiden zu können, ob die Bedingungen für das ‘Nimmerland’ wirtschaftlich auch in Zukunft tragbar sind“, so Lux. Noch ist also nicht ganz klar, ob es das „Nimmerland“ auch über 2021 hinaus in der Breiten Straße geben wird. Die Gonsenheimer dürfen aber vorsichtig optimistisch sein. „Generell ist die Breite Straße sehr lebendig, verleiht Gonsenheim seinen Charakter“, so Susanne Lux. Deswegen hoffe sie, mit dem „Nimmerland“ weiterhin dort bleiben zu können.

Update: Die Buchhandlung wird nun doch umziehen. Der neue Standort sei nur einen „Katzensprung“ entfernt, so die Inhaberin gegenüber Merkurist. „Wir schauen also mit einem wehmütigen und einem lachenden Auge in die Zukunft.“ (df/mm)

Logo