Mainz setzt Ukrainerinnen als Zusatzkräfte in städtischen Kitas ein

Frauen verfügen teils über pädagogischen Studienabschluss

Mainz setzt Ukrainerinnen als Zusatzkräfte in städtischen Kitas ein

Neue Perspektive für Frauen aus der Ukraine beim Einstieg in den Mainzer Arbeitsmarkt: Die Stadt hat nun gezielt ukrainische Fachkräfte für die Kinderbetreuung angeworben.

Wie Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) sagt, befänden sich bereits sechs Frauen im Einstellungsverfahren. Der erste Vertrag soll zum 1. Juni 2022 beginnen. Insgesamt wurde mit elf Frauen aus der Ukraine ein Vorstellungsgespräch unter Anwesenheit einer Dolmetscherin geführt. Allen Frauen wurde zunächst eine Hospitation in einer städtischen Kita vermittelt. Um den Frauen einen guten Einstieg zu ermöglichen, wurden Kitas ausgesucht, in denen russisch sprechende Mitarbeiterinnen tätig sind. Die Ukrainerinnen können als Zusatzkräfte in den Kitas eingesetzt werden.

Die überwiegende Zahl der Bewerberinnen verfüge entweder bereits über einen pädagogischen Studienabschluss, zum Beispiel als Lehrerin, und/oder habe privat beziehungsweise ehrenamtlich schon in der Kinderbetreuung gearbeitet. Alle Bewerberinnen sollen Sprachkurse in Deutsch besuchen oder haben sich bereits zu diesen angemeldet. Die Bereitschaft, Deutsch zu lernen, sei offenkundig groß, so die Stadtverwaltung. Darüber hinaus beherrschten die meisten Frauen Ukrainisch und Russisch sowie Englisch.

Die Beschäftigung der Frauen wird zunächst auf ein halbes Jahr befristet. In dieser Zeit werden die Voraussetzungen einer Weiterbeschäftigung, beispielsweise als pädagogische Fachkraft, geprüft. Denn offizielle Übersetzungen der Bewerbungsunterlagen und damit verbunden die Anerkennungen der ausländischen Abschlüsse liegen noch nicht vor. Nicht zuletzt müsse sich auch zeigen, ob alle Frauen ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis wünschen, erklärt die Stadt. Dies hänge wiederum davon ab, wie sich die Lage in der Ukraine weiterentwickelt und ob die Frauen wieder zurückkehren wollen.

Logo