Neueröffnung in der Augustinerstraße

Vor rund einer Woche hat in der Augustinerstraße das Geschäft „Khangai“ eröffnet. Verkauft werden dort Kaschmirklamotten und andere Naturprodukte. Wir haben mit Inhaberin Munkhzul Bat-Ochir gesprochen.

Neueröffnung in der Augustinerstraße

Seit 2006 betreibt Munkhzul Bat-Ochir den Kaschmir-Laden „Khangai“ in Eltville. Ein Jahr zuvor hatte die gebürtige Mongolin ihr Pädagogik-Studium in Mainz abgeschlossen. Und genau hier hat sie nun auch ihren zweiten Laden eröffnet: in der Augustinerstraße. „Ich mag Mainz sehr gerne und habe schon einige Zeit nach einem passenden Laden gesucht“, erzählt Bat-Ochir gegenüber Merkurist. Seit 23. Mai ist „Khangai“ auch in Mainz geöffnet.

In Mainz hatte ihre Idee, einen eigenen Laden zu eröffnen auch ihren Beginn. „Ich bin eine große Frostbeule. In der Mongolei gibt es viele Kaschmir-Geschäfte, das ist in Deutschland anders.“ Weil sie immer wieder fror, ließ sie sich von ihrer Familie eine Kaschmir-Stola schicken. „Die hatte ich dann immer überall im Rucksack dabei.“ Daraus entwickelte sich die Geschäftsidee.

In Eltville eröffnete Bat-Ochir das Geschäft, weil sie ohnehin im Rheingau wohnte und wegen ihrer damals noch jungen Tochter in einer kleinen, gemütlichen Stadt leben und arbeiten wollte. Dort habe sie sich in den 16 Jahren einen treuen Kundenstamm aufgebaut. „Die Kunden haben mich vor allem in der Pandemie toll unterstützt, im August schon Weihnachtsgeschenke bei mir gekauft“, sagt sie. „Sonst gäbe es den Laden in Eltville nicht mehr und eine Eröffnung in Mainz wäre auch kein Thema gewesen.“

Neues Geschäft setzt auf Nachhaltigkeit

In der Augustinerstraße habe sich dann im Frühjahr die Chance ergeben, ein Geschäft in Mainz zu eröffnen. „Der vorherige Inhaber eines Schmuckladens hatte gerade aus Altersgründen aufgegeben. Dann habe ich mein Konzept beim Hausbesitzer vorgestellt und ihm den Laden in Eltville gezeigt. Er hat dann gesagt: Das passt.“ In rund vier Wochen wurden die Räume bis zur Eröffnung saniert.

Im „Khangai“ gibt es nun Mützen, Schals und Decken aus der Wolle von Kaschmirziegen, Yaks und Kamelen – alles direkt aus der Mongolei. Bat-Ochir setze dabei auf Nachhaltigkeit. „Wir verkaufen die Produkte nicht nur, sondern bieten auch den Service an, sie zu waschen und zu pflegen.“ Außerdem verwende man nur Wolle, die im Sommer ohnehin geschoren werden muss und keine Chemikalien enthalte. Zudem habe man ein enges und vertrauensvolles Verhältnis zu den Produzenten in der Mongolei. „Es sind vor allem kleine und junge Unternehmen, die wir unterstützen.“ Auch deshalb könne man die Ware in Mainz zu fairen Preisen anbieten.

In Mainz ist der Laden aktuell an drei Tagen geöffnet: Dienstag, Donnerstag und Samstag. „Wir suchen aktuell noch Mitarbeiter. Ab Spätsommer wollen wir dann täglich öffnen“, sagt Bat-Ochir. „Jetzt vor dem Sommer ist die Nachfrage nach Kaschmir sowieso noch nicht so groß.“ In Mainz sei sie jedenfalls von den benachbarten Ladenbesitzern schon sehr herzlich empfangen worden. „Viele haben gesagt: Endlich mal kein neuer Nagelladen oder Handyshop. Das erhöht die Qualität in der Altstadt.“

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