16 Kundgebungen an einem Tag: Mainzer Bündnis demonstriert gegen Nazi-Partei

Für kommenden Samstag (16.7.) plant die rechtsextreme „Neue Stärke Partei“ eine Demonstration in Mainz. Ein Bündnis aus über 60 Organisationen hat Gegendemonstrationen angekündigt. Dazu werden bis zu 5000 Teilnehmer erwartet.

16 Kundgebungen an einem Tag: Mainzer Bündnis demonstriert gegen Nazi-Partei

Wenn die rechtsextreme „Neue Stärke Partei“ (NSP) am Samstag durch Mainz marschiert (wir berichteten), wird es eine großangelegte Gegendemonstration geben, wie das Bündnis „Kein Nazi-Aufmarsch in Mainz. Wir stellen uns quer“ am Montag mitteilt. Bisher haben mehr als 60 Organisationen und Vereine den Aufruf des Bündnisses unterzeichnet. Friedlich, aber entschlossen wolle man sich der NSP entgegenstellen, erklärt eine Vertreterin. An verschiedenen Orten im Stadtgebiet wird es zu Versammlungen kommen.

Geplanter Ablauf

An den drei Standorten Bahnhof Römisches Theater, Goetheplatz und Universität sollen Zubringerdemos starten, die um 12 Uhr in einer großen Kundgebung in der Schottstraße am Hauptbahnhof münden. Daneben sind weitere kleinere Kundgebungen in der Stadt geplant. Das Ziel: den Laufweg der NSP zu unterbrechen. Außerdem soll damit möglichst vielen Menschen die Teilnahme ermöglicht werden. So plant die DGB unter anderem vorm Julius-Lehlbach-Haus in der Kaiserstraße einen Anlaufpunkt für Familien mit Kindern, die nicht zur großen Kundgebung am Hauptbahnhof kommen möchten.

An den Versammlungsorten in der Stadt werden verschiedene Organisationen vertreten sein und Reden halten. Für die große Kundgebung am Hauptbahnhof kündigen die Bündnispartner ein zweieinhalbstündiges Programm an. Außer Reden vom Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) und den Bundestagsmitgliedern Daniel Baldy (SPD) und Tabea Rößner (Grüne) wird es musikalische und kulturelle Beiträge geben.

Gedanken an 2009

2009 kam es schon einmal zu einem Neonazi-Aufmarsch in Mainz. Auch damals rief „Wir stellen uns quer“ zu einer Gegendemonstration auf: knapp 4000 Menschen kamen zusammen. Am kommenden Samstag werden 2000 bis 5000 Teilnehmer erwartet, die sich auf die verschiedenen Kundgebungen im Stadtgebiet verteilen. Auf Seite der NSP erwarten die Bündnispartner maximal 100 Demonstranten.

Weitere Informationen zur Gegendemonstration, den unterzeichnenden Organisatoren und Vereinen sowie zu kurzfristigen Änderungen sind hier zu finden.

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