Das Mainzer „MotorDrom“ gibt es jetzt als Onlinespiel

Seit Mitte März hat die Kartbahn „MotorDrom“ in Mainz-Hechtsheim wegen des Coronavirus geschlossen. Doch Geschäftsführer Stefan Kaufmann hat eine deutschlandweit einzigartige Idee entwickelt, wie seine Kunden dennoch auf der Kartbahn fahren können.

Das Mainzer „MotorDrom“ gibt es jetzt als Onlinespiel

Seit rund einem halben Jahr gibt es die Kartbahn „MotorDrom“ in Mainz-Hechtsheim. In dieser Zeit habe das Eventcenter viele Stammkunden gewonnen, wie Geschäftsführer Stefan Kaufmann gegenüber Merkurist sagt. Doch die stehen jetzt vor verschlossener Halle: Denn wie andere Locations auch musste das „MotorDrom“ Mitte März wegen der Corona-Maßnahmen schließen.

„Es rufen auch jetzt noch viele Stammkunden an, die gerne fahren wollen. Aber natürlich ist das derzeit nicht möglich“, sagt Kaufmann gegenüber Merkurist. Oder vielleicht doch? Denn Kaufmann hat eine Idee entwickelt, wie seine Kunden auch in der Corona-Zeit live auf der Kartbahn fahren können – zumindest virtuell.

Sohn bringt Kaufmann auf Idee

Die Idee dazu kam Kaufmann, als sein Sohn (8) das Onlinegame „Minecraft“ spielte. „Ich dachte: Warum machen wir nicht aus unserer eigenen Kartbahn ein Onlinegame?“ Eine in Deutschland bisher einzigartige Idee, wie Kaufmann sagt. „So können unsere treuen Kunden weiter Teil unseres Motordroms sein.“

Der große Vorteil: 3-D-Aufnahmen der Kartbahn waren bereits vorhanden. Ein befreundeter Programmierer hat mit diesen Aufnahmen nun das Mini-Game entwickelt. Das Spiel ist über die Homepage abrufbar, die Kunden können gegeneinander antreten – und Spaß haben, als würden sie auf der richtigen Kartbahn fahren, hofft Kaufmann.

Kunden zahlen nichts

„Für die Rennstrecke wird das Luftbild als Grundlage verwendet. Wir erfassen die Rundenzeiten, die auch für jeden Spieler ersichtlich sind. Zudem gibt es echte Motorgeräusche, die den Spielspaß erhöhen sollen“, so Kaufmann. Eine großartige Grafik sollten die Gamer noch nicht erwarten. „Aber das haben ja Spiele wie Minecraft auch nicht.“ Das Mini-Game ist sowohl auf dem Desktop als auch auf Mobilgeräten spielbar. Wichtig ist ihm: „Für die Kunden ist das Spiel komplett kostenlos.“

Kaufmann sieht darin auch eine Möglichkeit für die Nach-Coronazeit. „E-Sport wird immer beliebter, wir wollen das virtuelle Angebot auch dann erweitern, wenn wir die Halle wieder öffnen dürfen.“ Wann das sein wird, steht allerdings noch in den Sternen. Kaufmann sagt: „Das liegt natürlich in der Händen der Bundes- und der Landesregierung. Ich hoffe aber, so schnell wie möglich.“ (df)

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