Am Karfreitag, der in der Tuning-Szene auch „Carfriday“ genannt wird, hat das Polizeipräsidium Mainz die Geschwindigkeit von Tausenden Autos kontrolliert – und dabei knapp 300 Fahrer geblitzt.
Ab den frühen Morgenstunden führten die Polizisten Geschwindigkeitsmessungen durch, sowohl mit Lasermessungen, mobilen Messanlagen als auch ProVida-Fahrzeugen. Insbesondere auf den Anfahrtswegen zum Nürburgring waren die Polizisten unterwegs, da dort ein Event zum „Carfriday“ stattfand. Aus über 11.000 gemessenen Fahrzeugen waren 296 zu schnell unterwegs.
Getunte Autos kontrolliert
Parallel zur Blitzer-Aktion richtete die Polizei an drei Orten Kontrollstellen ein: an der A63 im Donnersbergkreis, an der A61 bei Bad Kreuznach und auf der Saarstraße in Mainz. Dort zogen die Polizisten insgesamt rund 250 Autos aus dem Verkehr und kontrollierten die Fahrer – darunter auch zahlreiche Besucher des Nürburgrings.
Gegen fünf Fahrer leitete die Polizei Strafverfahren ein: Einer davon fuhr ohne Führerschein, ein zweiter hatte seinen gefälscht. Ein weiterer Fahrer hatte keine Aufenthaltsgenehmigung. Weitere Verstöße stellten die Polizisten beispielsweise bei abgelaufener Betriebserlaubnis oder Hauptuntersuchung, Kindern ohne Kindersitz oder nicht angeschnallten Personen fest. Einige getunte Autos hatten unerlaubte Veränderungen, zum Beispiel abgeklebte Scheinwerfer.
„Gute Stimmung“
Insgesamt zieht die Polizei jedoch ein positives Fazit. Niemand war betrunken oder unter Drogeneinfluss, insgesamt seien weder bei den Geschwindigkeitsmessungen noch bei den Kontrollen „herausragende Verstöße“ festzustellen gewesen. Die meisten getunten Autos seien professionell umgebaut worden, mit entsprechenden Dokumenten und Eintragungen.
„Die kontrollierten Personen waren trotz des schlechten Wetters freundlich und zeigten Verständnis für die Kontrollen“, so die Polizei abschließend. „Diese waren von einer guten Stimmung getragen.“