Mareike von Jungenfeld: Das will sie als Mainzer OB erreichen

Der SPD-Vorstand gab offiziell die Kandidatin für das Amt des Oberbürgermeisters bekannt.

Mareike von Jungenfeld: Das will sie als Mainzer OB erreichen

Nun ist es offiziell: Die SPD hat in einer Pressekonferenz am Dienstagabend ihre Kandidatin für das Amt des Mainzer Oberbürgermeisters (OB) vorgestellt. Mit der 41-jährigen Mareike von Jungenfeld will die Partei erstmals eine Frau an die Spitze der Landeshauptstadt schicken.

„Es ist die beste Zeit, für dieses Amt zu kandidieren“, so von Jungenfeld vor den versammelten Journalisten. „Mainz steht so gut da wie noch nie.“ Diese „veränderten Rahmenbedingungen“ wolle die studierte Betriebswirtin nun nutzen, um sozialdemokratische Ziele voranzubringen. In erster Linie stünden ein familienfreundliches Mainz und Bildung als Kernthemen auf ihrer Agenda. Sie wolle bezahlbaren Wohnraum schaffen, sich für Klimaschutz und die Mobilitätswende einsetzen und Mainz zu einem Zentrum für Biotechnologie ausbauen. Ein Ziel, das schon ihr Vorgänger Michael Ebling vorantreiben wollte. Ebling sagte über sie: „Es gibt keinen Zweifel, dass sie es kann, sie will es aber auch.“ Für die Stadt sei die Kandidatur von Jungenfelds eine „neue Chance“, denn sie stehe für „Dynamik und Aufbruch“.

Finanzreferentin der rheinland-pfälzischen SPD

Eine Ansicht, die offensichtlich die gesamte Mainzer SPD vertritt, denn sie wählte ihre Co-Vorsitzende am Dienstag einstimmig zur Kandidatin. Ihr Mit-Vorsitzender Christian Kanka sei überzeugt davon, dass sie damit eine „hervorragende Kandidatin“ ins Rennen um den OB-Posten schicken. Wichtig bei der Entscheidung sei auch gewesen, dass sie „etwas von Finanzen versteht“. Von Jungenfeld hat mehrere Jahre in einer mittelständischen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungskanzlei gearbeitet. Seit 2019 sitzt sie im Mainzer Stadtrat und ist seit vier Jahren Finanzreferentin für die rheinland-pfälzische SPD. Die Mutter von zwei Kindern im Alter von sechs und neun Jahren ist in Mainz geboren und in Rheinhessen aufgewachsen.

Bereits am Dienstagmittag hatte Merkurist aus Parteikreisen erfahren, dass die SPD von Jungenfeld für die Oberbürgermeisterwahl nominiert hat (wir berichteten). Formal muss nun noch die Delegiertenversammlung am 12. November dem Vorschlag der SPD zustimmen.

Bisher stehen außerdem der parteilose Nino Haase und die CDU-Politikerin Manuela Matz als Kandidaten für die Nachfolge von Michael Ebling (SPD) fest.

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