Klopapier-Alternativen: Was darf in die Toilette und was nicht?

Höhere Entwässerungsgebühren möglich

Klopapier-Alternativen: Was darf in die Toilette und was nicht?

Weil das Toilettenpapier in vielen Mainzer Supermärkten aufgrund der Corona-Krise ausverkauft ist, greifen nicht wenige Menschen zu wasserunlöslichen Alternativen. Dadurch drohen Abwasserrohre und Kanäle in Mainz zu verstopfen. Das teilt der Mainzer Wirtschaftsbetrieb mit.

Wie der Wirtschaftsbetrieb in einer Pressemeldung mitteilt, seien wasserunlösliche Alternativen für die Mainzer Kläranlage schon vor der Corona-Krise ein Problem gewesen. Seit Längerem landeten Dinge in der Toilette, die dort nicht hingehören, weil sie sich im Abwasser nur schwer oder sogar gar nicht auflösten. So habe sich die Menge an wasserunlöslichen Stoffen, die Jahr für Jahr in der Mainzer Kläranlage rausgefischt würden, seit 2015 um fast 50 Prozent auf rund 600 Tonnen erhöht. Der Wirtschaftsbetrieb appelliert daher an jeden, darauf zu achten, dass nur das in der Toilette oder im Abfluss landet, was dort auch hingehört.

Nicht hinein gehören etwa Öle und Fette, feuchtes Toilettenpapier, Taschen-, Küchentücher und Textilien. In der Kanalisation können solche Dinge miteinander verkleben und damit Rohre verstopfen oder Pumpen lahmlegen. Dies führe dazu, dass Motoren beschädigt oder sogar zerstört werden. Durch Schäden wie diese entstehen Kosten, die auf Dauer Auswirkungen auf die Entwässerungsgebühren haben können. Zudem können im Extremfall bei fehlender Absicherung der Entwässerungsanlage auch die eigenen vier Wände betroffen sein

Eine direkte einsetzbare Alternative zum Toilettenpapier gebe es nicht. Muss aus Mangel an Toilettenpapier eine Alternative verwendet werden, sollte diese nicht in der Toilette landen, sondern im Restmüll entsorgt werden, so der Abteilungsleiter der Abwasserreinigung Herbert Hochgürtel. Einen Link dazu, was noch nicht in die Toilette gehört, findet ihr hier. (pk/rk/mm)

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