Die Mainzer Ranzengarde hat die Fastnachtskampagne 2026 traditionell mit einer besonderen Ehrung eröffnet. Am Freitag (2. Januar) wurde Innenminister Michael Ebling (SPD) im Kurfürstlichen Schloss zum „Ranzengardist 2026“ ernannt.
Die Auszeichnung fand im voll besetzten Großen Saal beim „Großen Musikalischen Generalappell“ statt. Generalfeldmarschall Thomas Thelen und Präsident Lothar Both überreichten Ebling die Ehrung für sein „herausragendes Engagement für Mainz und die Mainzer Fastnacht“. Viele Gäste aus Politik, Gesellschaft und der Fastnachtswelt waren anwesend, darunter auch die Mainzer Ehrenbürgerin Margit Sponheimer.
Ein Botschafter des Mainzer Lebensgefühls
Die Ranzengarde bezeichnete Michael Ebling in ihrer Würdigung als Botschafter des Mainzer Lebensgefühls. Er sei „nah bei de Leut“, spreche ihre Sprache und stehe für eine offene und verbindende Art. Die Garde hob sein langjähriges Wirken in verschiedenen Ämtern sowie seine aktive Teilnahme am fastnachtlichen Brauchtum hervor. Er sei ein wahrer „Homo politicus carnevalis moguntiacus“, ein Sympathieträger für seine Vaterstadt Mainz.
Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos) betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Garde: „Die Mainzer Ranzengarde ist älter als das Nobelpreiskomitee – und ein unverzichtbarer Teil unserer Stadt und unseres Lebensgefühls.“
„Fastnacht spendet Trost und gibt Kraft“
Der Preis „Ranzengardist“ ist ein Bronzemodell des Brunnens der Künstlerin Liesel Metten und wird an Persönlichkeiten verliehen, die mit Humor und Esprit Lebensfreude vermitteln. Zu den früheren Preisträgern gehören unter anderem Karl Kardinal Lehmann, Margit Sponheimer und Christian Heidel.
Innenminister Ebling erinnerte in seiner Dankesrede an persönliche „Ranzengardenmomente“ und bezeichnete die Garde als eine Volksgarde, die stolz auf ihre Tradition sei und das Verbindende in den Vordergrund stelle. „Fastnacht spendet Trost, gibt Kraft und hält unsere Stadt zusammen“, so Ebling.