Wie die Polizei Alkohol-Exzesse an Fastnacht verhindern will

„Respect The Limit“ lautet die neue Fastnachtskampagne der rheinland-pfälzischen Polizei. Was es mit dem Namen und mit dem Motto „Mit Konfetti in der Blutbahn feiern“ auf sich hat, stellten Polizei, LKA und Innenministerium am Donnerstag vor.

Wie die Polizei Alkohol-Exzesse an Fastnacht verhindern will

Mit dem 1. Januar startet nicht nur das neue Jahr, sondern traditionell auch die neue Fastnachtskampagne. Seit vergangener Woche finden in Mainz und ganz Rheinland-Pfalz bereits die ersten Veranstaltungen statt, bis die Straßenfastnacht in rund zwei Monaten mit dem Rosenmontagsumzug ihren Höhepunkt erreicht.

Auch die Mainzer Polizei bereitet sich auf die Fastnacht vor. Die neue Kampagne „Respect The Limit“, die der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz, das Landeskriminalamt (LKA) und die Polizei Mainz am Donnerstag vorstellten, soll dazu anregen, eigene und die Grenzen anderer zu erkennen und zu respektieren. Auch Alkohol-Exzessen, Schlägereien und sexuellen Übergriffen soll damit vorgebeugt werden. „Spaß darf nicht zur Provokation werden, Stimmung nicht zu Lärmbelästigung und Neugier nicht zu Gaffen“, erklärt der Mainzer Polizeipräsident Reiner Hamm. „Das ungezwungene Feiern steht an Fastnacht an erster Stelle und soll gewährleistet sein, aber trotzdem gilt: Respektiert die Grenzen.“

„Fastnacht und Alkohol gehören zwar ein Stück weit zusammen, aber trotzdem müssen Grenzen eingehalten werden.“ – Roger Lewentz, Innenminister

Unter dem Motto „Mit Konfetti in der Blutbahn feiern“ greift die Polizei in Zusammenarbeit mit dem Mainzer Musiker Oliver Mager zudem das Thema Fastnacht im Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholkonsum auf. „Fastnacht und Alkohol gehören zwar ein Stück weit zusammen, aber trotzdem müssen Grenzen eingehalten werden“, sagt Innenminister Lewentz. Das neue Motto ist laut Polizeisprecher Rinaldo Roberto mit Mager zusammen entstanden. In dem Lied „Mit Konfetti in der Blutbahn feiern“ geht es um eine Polizeikontrolle an Fastnacht, bei der ein Autofahrer einen Promillewert von 0,0 Prozent hat und die Polizei als Freund behandelt. Das Verhalten solle durch die Kooperation verstärkt werden.

Um die Kampagne zu verbreiten, produzierte die Polizei Plakate, die einige der Mainzer Fastnachtsvereine verteilen werden. Auch in den Sitzungssälen soll Werbung gemacht werden, so Roberto. Außerdem wurden Armbänder, Ansteckpins und Kärtchen produziert, die an Fastnacht verteilt werden. Das alte Motto „Helau! Fahr nicht blau!“, das die Polizei in den vergangenen Jahren auf Flyern bei Veranstaltungen verteilte, soll mit dem neuen abgelöst werden. Insgesamt kostet die Kampagne laut Roberto rund 6000 Euro.

(pk)

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