Erster Dönerladen in Mainz mit veganem Dönerfleisch

Vegane Döner kennt man in Mainz normalerweise mit Falafel oder Grillgemüse. Das Kaiser Pide & Kebaphaus geht noch einen Schritt weiter: Dort gibt es jetzt Döner mit „veganem Fleisch“.

Erster Dönerladen in Mainz mit veganem Dönerfleisch

Vor 14 Jahren eröffnete Suphi Tas sein „Kaiser Pide & Kebaphaus“ am Bismarckplatz in der Mainzer Neustadt. Sein Ziel: „Den Mainzern zu zeigen, was eine richtige türkische Pide ist. Jeder kannte damals Pizza, aber wie lecker eine türkische Pide wirklich schmecken kann, wussten hier die wenigsten.“ Seit diesem Freitag geht Tas wieder neue Wege: Er bietet in seinem Kebaphaus jetzt auch Döner mit veganem Fleischersatz an.

Die Idee dazu hatte Mediendesigner Bernhard Dulle. Er hat selbst früher über dem Dönerladen gelebt und war dort oft essen. Mittlerweile ist er für das Marketing des Ladens verantwortlich und ernährt sich selbst vegan. „Ich habe Suphi immer wieder gesagt: Biete den veganen Döner an und die Leute rennen dir die Bude ein.“ Irgendwann sei der Chef dann selbst auf ihn zugekommen.

„Den Menschen wird gesundes und nachhaltiges Essen immer wichtiger“, sagt Tas. „Es ist zwar nicht ganz billig, aber wir wagen einfach diesen Schritt und sind gespannt, wie die Mainzer das Angebot annehmen.“ Über ein halbes Jahr hatte das Team vegane Fleischsorten ausprobiert. Dabei sei vor allem auf Geschmack und Biss geachtet worden. Tas entschied sich schließlich für die Bio-Variante aus Soja von „Like Meat“. „Wenn es gut läuft, erweitern wir vielleicht unsere veganen und vegetarischen Menüs.“

Wie den „normalen Döner“ gibt es die vegane Alternative mit rotem Krautsalat, Eisbergsalat, weißem Krautsalat, Tomaten und veganer Salatsoße. Einen Veggie-Spieß gibt es nicht, das Veganfleisch kommt aus der Packung und wird mit Auflaufform in den Ofen geschoben. Merkurist hat den Vegan-Döner bereits probiert. Und: Er schmeckt tatsächlich sehr ähnlich wie ein Döner mit echtem Fleisch!

Wer die Vegan-Alternative probieren will, bekommt sie für 6,50 Euro im „Kaiser Pide & Kebaphaus“ im Kaiser-Karl-Ring. Seit dieser Woche hat der Außenbereich im Hinterhof geöffnet, ab nächster Woche auch die Tische im Restaurant.

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