Stechmückenplage am Rhein: Bekämpfung jetzt schon gestartet

Wegen des milden Wetters beginnt die Schnakenbekämpfung in diesem Jahr früher als üblich. Teilweise sind schon Hubschrauber im Einsatz.

Stechmückenplage am Rhein: Bekämpfung jetzt schon gestartet

In diesem Jahr startet die Stechmückenbekämpfung am Rhein früher als gewöhnlich. Das teilt die dafür zuständige Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) mit. So haben die die ersten Bekämpfungseinsätze mit dem Hubschrauber bereits an diesem Mittwoch (11. März) begonnen.

Grund für den frühen Start sind der milde und regenreiche Februar sowie der sonnige Märzbeginn. Diese Wetterbedingungen haben die Entwicklung der Stechmückenlarven beschleunigt. Besonders die Larven der Sumpfwaldstechmücken, die in wassergefüllten Gräben und Tümpeln überwintert haben, sind in ihrer Entwicklung weiter fortgeschritten als im Vorjahr.

Ideale Brutbedingungen für Stechmücken

Der nasse Winter sorgte zudem für hohe Grundwasserstände, wodurch große Teile der Bruchwälder überflutet wurden. „Viele Waldgräben und Frühjahrstümpel führen Wasser und bieten so einer großen Zahl Stechmückenlarven ideale Brutbedingungen“, heißt es von Seiten der Kabs weiter. Das betreffe eine große Zahl an Stechmückenlarven. Um zu verhindern, dass die Larven sich verpuppen, müssten die Einsätze nun beginnen.

Laut der Kabs wurde zunächst die Pfalz überflogen. Im restlichen Gebiet von Bingen am Rhein bis Sasbach am Kaiserstuhl sollen Einsätze Mitte März folgen.

So werden die Stechmücken bekämpft

Bei den Einsätzen werfen Hubschrauber ein Bti-Eisgranulat ab. Dabei handelt es sich um einen biologischen Wirkstoff. Da Sumpfwaldstechmücken nur geringe Strecken zurücklegen, müssen laut der Kabs nur die ortsnahen Flächen behandelt werden.