Der Mainzer Julian Weber hat seinen EM-Titel im Speerwurf nicht verteidigen können. In einem spannenden Wettkampf gewann der Deutsche bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Rom am Ende die Silbermedaille. Bis zum letzten Versuch lag der Speerwerfer zwar noch auf Goldkurs. Im letzten Durchgang wurde Weber dann aber noch vom Tschechen Jakub Vadlejch abgefangen.
Entscheidung im letzten Durchgang
Das Finale startete für den Mainzer optimal. Trotz Windstille im Stadio Olimpico setzte Weber seine Konkurrenz mit seinem ersten Versuch unter Druck: 85,94 Meter. Lange kam keiner seiner Kontrahenten an diese Richtmarke heran. Im dritten Durchgang warf der Finne Helander den Speer auf 85,75 Meter und brachte Webers Führung somit ins Wackeln. Danach konnte Helander sich allerdings nicht mehr steigern und holte am Ende Bronze.
Im entscheidenden Durchgang pulverisierte der Tscheche Jakub Vadlejch seine bisherige Weite und warf den Speer auf 88,65 Meter. Weber musste nachlegen, schaffte es aber nicht und landete auf Platz 2: Silber. Trotzdem freute sich Weber über diesen Erfolg. Im Interview mit der ARD sagte der Mainzer über seine Leistung: „Ich bin unglaublich happy. Natürlich hätte ich auch gerne den Titel geholt, aber über Silber bin ich auch sehr glücklich.“ Er habe alles in den ersten Versuch reingelegt. Aber danach habe die Luft gefehlt, um nochmal einen drauf zu setzten. Am Ende habe er vielleicht etwas zu viel gewollt.
Fokus auf Olympia
Jetzt geht Webers Blick nach Paris. Gegenüber der ARD verrät der 29-Jährige Mainzer: „Ich werde jetzt noch härter trainieren, um in Paris noch weiter zu werfen, noch besser zu sein und ganz vorne zu sein, das ist mein Ziel.“ Dort möchte der Speerwerfer unbedingt eine Medaille gewinnen, die er vor drei Jahren in Tokio noch um 14 Zentimeter verpasste.