Polizei-Praktikantin wird zur Heldin von Standbetreiberin

Erster Ermittlungserfolg

Polizei-Praktikantin wird zur Heldin von Standbetreiberin

Einen kniffligen Fall hat eine junge Polizei-Praktikantin am Samstag auf der Johannisnacht gelöst und damit eine Standbetreiberin glücklich gemacht.

Seinen Lauf genommen hatte der Fall schon am Freitagabend gegen 18 Uhr: Eine 24-jährige Mainzerin fand auf einer Toilette am Mainzer Rheinufer eine Geldbörse mit weit über 1000 Euro Inhalt. Die vorherige Nutzerin der Toilette hatte diese ganz offensichtlich dort abgelegt und beim Verlassen der Toilette vergessen. Da sich kein Hinweis auf die Besitzerin finden ließ, ging die 24-Jährige ohne zu zögern zum Altstadtrevier und übergab dort einer jungen Polizeipraktikantin die Geldbörse.

Die Praktikantin mutmaßte bereits, dass es sich möglicherweise um die Einnahmen eines Standes der Mainzer Johannisnacht handeln könnte. In der Geldbörse selbst fand sich aber mit Ausnahme eines Brillenpasses einer Optikerkette mit einer Kundennummer kein weiterer Hinweis auf die Besitzerin. Die 22-jährige Praktikantin, die im ersten Lehrjahr und ihrem allerersten Praktikum ist, begann die Ermittlungen schließlich bei der Optikerkette.

Dort erhielt sie nach einigen Anfragen einen Namen. Später ermittelte die Praktikantin eine Handynummer, nahm Kontakt auf und erfuhr, dass es sich bei der Verliererin der Geldbörse um die Mutter der angerufenen jungen Frau handelte. Deren Mutter ist Betreiberin eines Imbissstands, die Einnahmen, die sich in der Geldbörse befanden, hatte sie eigentlich schon abgeschrieben. Umso glücklicher war die 39-Jährige, als sie dann am Samstagmorgen ihre Geldbörse wieder in Empfang nehmen konnte. Der ehrlichen Finderin versprach die 39-Jährige einen großzügigen Finderlohn und eine Einladung zu einem Essen. (nl)

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