Die Johannes Gutenberg-Universität (JGU) in Mainz erhält 1,5 Millionen Euro für den Ausbau ihrer Geräteinfrastruktur. Das teilt das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium mit. Staatssekretärin Dr. Tamara Müller überreichte die Förderung an den Universitätspräsidenten Prof. Dr. Georg Krausch.
Das Geld stammt aus der Förderlinie „Forschungsfonds Rheinland-Pfalz“ und soll in 22 neue Forschungsgeräte investiert werden. „Damit die Johannes Gutenberg-Universität Mainz auch weiterhin auf international wettbewerbsfähigem Niveau forschen kann, benötigt sie eine moderne und hochspezialisierte Geräteausstattung“, so Staatssekretärin Müller. Die Förderung stärke die Forschungsinfrastruktur und erhöhe die Attraktivität der Universität.
Auch JGU-Präsident Prof. Dr. Georg Krausch sagte, man sei dankbar, die Geräteausstattung gezielt modernisieren und ausbauen zu können. Profitieren würden davon nicht nur die Forschenden, sondern auch zahlreiche Kooperationen und der gesamte Wissenschaftsstandort Rheinland-Pfalz.
Von Krebsforschung bis Klimaschutz
Die neuen Geräte sollen die Forschung in den Bereichen Gesundheit, Nachhaltigkeit, Energie und Umwelt stärken. So werden sie für die Forschung an neurodegenerativen Erkrankungen, Krebs und Virusinfektionen eingesetzt. Moderne bildgebende und analytische Systeme sollen ein tieferes Verständnis biologischer Prozesse ermöglichen und zur Entwicklung neuer Diagnose- und Therapieansätze beitragen.
In der Material-, Chemie- und Energieforschung sollen neue Ansätze für ressourceneffiziente Verfahren, nachhaltige Materialien und alternative Katalyseprozesse entwickelt werden. Die Umwelt- und Klimaforschung profitiert von neuen Analyse- und Bildgebungssystemen. Außerdem wird eine Eyetracking-Infrastruktur für 20 Computerplätze aufgebaut, die für die Psychologie, Bildungs-, Kommunikations- und Kulturwissenschaften relevant ist.