Nach Tellerschwund in Mainzer Mensa: So reagiert die Uni

Beim „Meet the Gastro“ sprachen Studierende und Mitarbeiter der Mensa „Bambus“ über Lösungen gegen den Tellerschwund. Jetzt hat das Studierendenwerk Mainz die konkreten Maßnahmen präsentiert.

Nach Tellerschwund in Mainzer Mensa: So reagiert die Uni

Nachdem das Studierendenwerk Mainz am vergangenen Mittwoch (14. Januar) über Instagram bekannt gab, dass in der Mensa „Bambus“ 450 von 500 Tellern verschwunden sind (wir berichteten), fand ein gemeinsames Gespräch zwischen Studierenden und Mitarbeitern der Mensa statt.

Beim „Meet the Gastro“ auf dem Campus wurden mehrere Lösungen gesammelt und diskutiert. Zuvor warnte das Studierendenwerk Mainz vor möglichen finanziellen Folgen für Studierende durch den Tellerschwund. Das Thema sorgte bundesweit für viel Aufsehen. Unter anderem berichteten die Tagesschau und der Spiegel.

Das sind die konkreten Maßnahmen

Wie das Studierendenwerk über Instagram mitteilte, entstanden beim „Meet the Gastro“ vier konkrete Maßnahmen. Hierzu gehören unter anderem eine halbjährliche Sammelaktion „Back to Mensa“, angelehnt an den Dreck-Weg-Tag, an dem das Geschirr, das über das Semester hinweg verschwindet, seinen Weg wieder in die Mensa zurück finden soll. Zum Semesterstart will das Studierendenwerk Mainz außerdem ein Geschirr-Set für etwa 10 bis 15 Euro anbieten, das Studierende für ihre Wohnung oder Wohngemeinschaft nutzen können.

Weiterhin weist das Studierendenwerk auf eine Maßnahme hin, die für das „Waste-Management“ eingeführt wurde und den Tellerschwund nachhaltig reduzieren kann. Seit einiger Zeit ist es in den Mensen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz möglich, gegen Entgelt Essen mit nach Hause zu nehmen. Mehrwegdosen, die gegen einen Pfandbetrag von 2 Euro geliehen werden können, stehen hierzu in den Mensen bereit. Diese sollen ab demnächst auch an den SB-Kassen scanbar sein. Studierende dürfen Essen auch in eigene Dosen füllen.

Das Studierendenwerk appelliert auch in einer Maßnahme an die Eigenverantwortung der Studierenden. „Teller sind kein To-Go-Produkt“, schreibt das Studierendenwerk in dem Beitrag. Sie sollen die Teller nach dem Essen wieder zurückbringen, damit diese in der Mensa bleiben. Wie die Geschäftsführerin des Studierendenwerks gegenüber der FAZ bekannt gab, habe der Geschirrrückgang schon dazu geführt, dass Pommes zeitweise nicht verkauft werden konnten. Die Rückgabe der Teller soll künftig auch an weiteren Standorten auf dem Campus während der Schließzeiten der Mensen möglich sein. Hierzu sollen bald weitere Rückgabeflächen wie jene, die bereits in der Mensa „ReWi“ vorhanden sind, gekennzeichnet werden.

Tellerschwund ist kein Randthema

Bei dem gestrigen „Meet the Gastro“ sei schnell herausgekommen, dass Geschirrschwund kein Randthema sei. „Er betrifft Ressourcen, Abläufe und am Ende auch die Preisgestaltung.“ Abschließend stellt das Studierendwerk klar: „Uns geht es nicht um Schuldzuweisungen. Es geht darum, Verantwortung zu teilen und gemeinsam Lösungen zu finden.“ Weitere konstruktive Ideen werden vom Studierendenwerk entgegengenommen.