Kinderkrippe „Sausewind“ schließt - was passiert mit den Betreuungsplätzen?

Die Kinderkrippe „Sausewind“ an der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) wird nicht weitergeführt. Das Bistum Mainz gibt die Trägerschaft auf. 26 Kinder werden hier aktuell noch betreut. Was passiert nun nach der Schließung?

Kinderkrippe „Sausewind“ schließt - was passiert mit den Betreuungsplätzen?

Krippen- und Kita-Plätze sind nach wie vor knapp und heiß begehrt. Auch in der Stadt Mainz. Zum 31. Juli 2021 muss allerdings die Kinderkrippe „Sausewind“, die sich auf dem Gelände der Katholischen Hochschulgemeinde in der Saarstraße, direkt neben der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) befindet, schließen. Das bestätigen sowohl die Kita „Sausewind“, als auch die Stadt Mainz.

Bistum Mainz gibt Trägerschaft auf

Die Kita „Sausewind“ ist noch in Trägerschaft des Bistums Mainz. Am 2. Oktober wären zunächst die Mitarbeiter und dann die Eltern darüber informiert worden, dass der kirchliche Träger der Einrichtung nicht fortgeführt werden könne, so das Bistum auf Anfrage von Merkurist.

„Für den Fortbestand des Einrichtungsbetriebes müsste die Immobilie saniert werden. Über deren Finanzierung konnte sich die Kirche nicht mit der Stadt Mainz verständigen“, sagt Alexander Matschak, Medienkoordinator vom Bistum Mainz. Derzeit sei noch unklar, ob ein neuer Träger für die Kinderkrippe gefunden werden könne.

Stadt will Kinder in städtischen Einrichtungen unterbringen

„Sollte für die Kinder eine Anschlussbetreuung in Einrichtungen in katholischer Trägerschaft nicht möglich oder nicht von den Eltern gewünscht sein, werden wir die Kinder in städtischen Einrichtungen versorgen“, so heißt es aus der Pressestelle der Stadt Mainz. Die Mitarbeiter der Krippe könnten sich bei der Stadt bewerben. Die Stadtverwaltung sei außerdem im Gespräch mit freien Trägern wegen einer Übernahme der Kita.

Krippe will Gebäude übernehmen

Nach Merkurist-Informationen möchte die Krippe selbst das Gebäude vom Bistum Mainz übernehmen. Dafür will sich der Förderverein „Freundeskreis e.V.“ einsetzen. Eine Antwort von Seiten des Bistums stehe aber noch aus. Man habe auch schon andere Träger angefragt. Mit weiteren Informationen möchte sich die Kinderkrippe „Sausewind“ aber noch bedeckt halten. Als Zeichen gegen die Schließung wollen Eltern, Erzieher und Kinder am St. Martins-Fest ein Zeichen setzen, in Form von selbstgebastelten Lichtern, die um die Krippe aufgestellt werden.

Die Kinderkrippe „Sausewind“ in der Katholischen Hochschulgemeinde Mainz ist eine Elterninitiative in Trägerschaft der Hochschulgemeinde. Hier werden insgesamt 26 Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren betreut. Die Reggio-Pädagogik bildet die Basis der pädagogischen Konzeption der Kinderkrippe. Voraussetzung für einen Krippenplatz ist, dass mindestens ein Elternteil an der JGU in Mainz studiert. (mo/pk)

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