Krebs-OP von TV-Star an Mainzer Uniklinik verschoben

Der an Leberkrebs erkrankte ehemalige Sport-Reporter Jörg Dahlmann wird in Mainz behandelt. Eine Operation musste verschoben werden, da sie für ihn aktuell lebensgefährlich wäre.

Krebs-OP von TV-Star an Mainzer Uniklinik verschoben

Der frühere Fußball-Kommentator und TV-Star („Dschungelcamp“) Jörg Dahlmann ist an Leberkrebs erkrankt. Eine dringend notwendige Operation an der Universitätsklinik Mainz musste nun aber verschoben werden. Das gab der 67-Jährige, der in Wiesbaden lebt, auf Instagram bekannt.

Anfang Juni hatte Dahlmann die Diagnose erhalten (wir berichteten). Ein sofortiger Eingriff komme derzeit aber nicht infrage. Der Grund: Der Tumor sitzt im rechten Leberlappen, der vollständig entfernt werden muss. „Nun muss der linke Leberlappen aber die Funktion komplett übernehmen“, erklärt Dahlmann. Dieser sei aber noch zu klein.

Würde der vom Krebs befallene rechte Leberlappen jetzt entfernt, wäre das Risiko zu groß, dass die verbleibende Leber ihre Funktion nicht mehr erfüllt. Dahlmann wird deutlich: „Ich würde dann sterben“.

Neues Verfahren soll Leber wachsen lassen

Die Ärzte an der Mainzer Uniklinik haben den Operationsplan daher geändert. „Darum wird die Leber nunmehr geteilt, und den rechten Teil lässt man nach und nach durch Abklemmen der Blutzufuhr absterben“, erklärt Dahlmann das Vorgehen.

Durch dieses Verfahren wachse der linke Leberlappen automatisch an. Sobald dieser groß genug ist, soll der rechte, kranke Teil der Leber wegoperiert werden. „Irre!“, kommentiert Dahlmann. „Die Leber ist schon ein bemerkenswertes Organ.“ Für den Kommentator ist es bereits die vierte Krebserkrankung nach Darm-, Haut- und Prostatakrebs.

Update

Wie die Tochter Dahlmanns auf dem Instagram-Account ihres Vaters bekannt gibt, sei dieser inzwischen doch operiert worden. Nach sechs Stunden im Operationssaal sei Dahlmann zunächst auf die Intensivstation gebracht worden, ehe er dann auf die normale Station verlegt worden sei. Dahlmann gehe es den Umständen entsprechend gut. Ein nächstes Update werde der Sportreporter demnach möglicherweise schon wieder selbst geben.