Seit fast einem Jahr schon werden die Mainzer dazu befragt, wie sie sich den Platz zwischen Rathaus und Rheingoldhalle vorstellen. Nun ist die Beteiligung zur Neugestaltung des Jockel-Fuchs-Platzes abgeschlossen.
Das Ergebnis: Der Platz soll grüner, lebendiger und als Begegnungsort gestaltet werden. Das erklärten am Donnerstag (13. November) der Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos), die Mainzer Aufbaugesellschaft (MAG) und die Stadtplanerin Kristina Oldenburg (Agentur Kokonsult) bei einem Pressegespräch vor Ort.
Mehr Schattenplätze und bessere Aufenthaltsqualität
So wünschten sich die Mainzer mehr Schattenplätze, barrierefreie Zugänge sowie eine bessere Aufenthaltsqualität. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Verbindung zum Rheinufer. Viele hätten sich für eine Freitreppe zum Rhein ausgesprochen, um den Platz stärker zum Wasser zu öffnen und den Übergang zwischen Innenstadt und Ufer attraktiver zu gestalten. „Die Freitreppe ist ein Schlüsselelement vom Rhein zur Innenstadt“, so Haase. „Endlich wird der Platz, wie er schon seit Jahrzehnten sein soll: Wo man sich gerne aufhält und nicht nur drüber rennt.“
Für die Stadtplanerin Kristina Oldenburg, die die Gruppen im Beteiligungsprozess begleitet hatte, sei vor allem wichtig gewesen, verschiedene Perspektiven mit einzubeziehen. „In Mainz lebt man vom Miteinander. Daher wollten wir herausfinden: Was ist für alle ein guter Platz, welche Atmosphäre soll er verbreiten, was macht ihn zu etwas Besonderem?“ Gleichzeitig müsse der Denkmalschutz mit einbezogen werden. Einige Elemente müssten daher erhalten werden, wie das Kunstwerk vor dem Rathaus, das Rastermuster auf dem Boden sowie die Lampen auf dem Platz. Daher seien in den Diskussionen auch Fachleute mit einbezogen worden.
Ausschreibung bis Mitte 2027
Andere Elemente wiederum sollen wieder aufgegriffen werden, die es schon in der Vergangenheit gab, etwa Wasser. Gleichzeitig könnten Komponenten wie die Balustrade an der Treppe wohl verschwinden.
Die Ergebnisse dieser Diskussionen seien eine „wertvolle Grundlage“, mit denen man nun an die konkrete Planung gehe, so Ralf Sadowski, Geschäftsführer der MAG. Bis Mitte 2027 soll ein Wettbewerb ausgeschrieben werden, bei dem Architekten, Landschaftsplaner und Statiker mit einbezogen werden sollen. Dazu würden noch sowohl die Jury als auch der Kostenrahmen für das Projekt festgelegt. Anschließend könne mit dem Bau begonnen werden, bei dem gleichzeitig die obere Ebene des Parkhauses saniert werden soll.
Die Ergebnisse des Prozesse unter dem Motto „Mainz Mein JO!“ könnt ihr euch auf folgender Webseite ansehen: MeinJo Bürgerbeteiligung Mainz.