Uni Mainz sucht Teilnehmer für Studie

Pilot-Studie der Uni Mainz soll Therapien verbessern

Uni Mainz sucht Teilnehmer für Studie

Für eine Studie zu starken Krankheitsängsten sucht die Institutsambulanz für Psychotherapie der Johannes Gutenberg-Universität Teilnehmer.

Laut der Projektleiter der Studie gibt rund ein Zehntel der Bevölkerung an, gelegentlich Krankheitsängste zu haben. 4 von 1000 Personen in Deutschland litten sogar unter stark ausgeprägter Angst vor Krankheiten. Bei ihnen nehmen die Sorgen und Ängste einen großen Raum im Leben ein und schränken die Lebensqualität stark ein.

Sich bewusst mit krankheitsbezogenen Informationen auseinanderzusetzen (Exposition) sei ein wichtiger Baustein in der Therapie. Allerdings sei noch wenig darüber bekannt, wie genau die Exposition zum Erfolg führe, so die Projektleiter. In der Pilot-Studie der Uni Mainz soll ein „innovatives expositionsbasiertes Behandlungskonzept“ bei Personen mit stark ausgeprägten Krankheitsängsten angewendet werden. In zwölf Therapiesitzungen werden die Patienten „ihr aufrechterhaltendes Verhalten abbauen, sich wiederholt mit verschiedenen krankheitsbezogenen Informationen konfrontieren und dabei ihre Befürchtungen überprüfen“.

Betroffene mit stark ausgeprägten Krankheitsängsten berichten laut Studienleitern, gedanklich auf das Thema Krankheit „eingeengt“ zu sein. Zu den am häufigsten befürchteten Erkrankungen gehören Krebserkrankungen, aber auch andere Erkrankungen wie AIDS oder Alzheimer. Vorübergehende Sicherheit können Betroffene erlangen, wenn sie ihren Körper kontrollieren, im Internet nach „ungewöhnlichen“ körperlichen Symptomen recherchieren und Ärzte zur Rückversicherung aufsuchen. Gleichzeitig geben viele Patienten mit stark ausgeprägten Krankheitsängsten an, die Auseinandersetzung mit ihren Krankheitsängsten zu vermeiden.

Die Studie dauert von Januar bis Mitte des Jahres und wird in Kooperation mit der Abteilung für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Experimentelle Psychopathologie durchgeführt. Projektleiter sind Karoline S. Sauer, Dr. Stefanie M. Jungmann und Prof. Dr. Michael Witthöft.

Wer an der Studie teilnehmen will, kann sich im Sekretariat der Poliklinischen Institutsambulanz melden. (df)

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