Studierendenwerk: Verträge von Mitarbeitern nicht verlängert

Seit der Corona-Krise hat sich das Leben auf dem Uni-Campus stark verändert. Die langen Schlangen vor den Mensen gibt es schon seit einer Weile nicht mehr. Das hat auch Folgen für das Studierendenwerk und die Jobs einiger Mitarbeiter.

Studierendenwerk: Verträge von Mitarbeitern nicht verlängert

Der Campus der Johannes Gutenberg-Universität sieht seit dem Beginn der Corona-Krise ganz anders aus als sonst: Statt vollen Gängen und Trubel ist der Campus nun fast wie leer gefegt. Der Grund dafür - Vorlesungen und auch Klausuren finden nicht beziehungsweise kaum auf dem Uni-Gelände statt. Das hat auch Auswirkungen auf das Studierendenwerk und die Mensen der Uni.

Für das Sommersemester, aber auch das kommende Wintersemester konnten die Verträge der 24 Saisonmitarbeiter nicht verlängert werden. Thomas Kohn-Ade, Sprecher des Mainzer Studierendenwerks, erklärt dazu: „Wir sind sehr traurig, die Verträge der Saisonmitarbeiter nicht verlängern zu können. Es sind Mitarbeiter, die wir teilweise schon seit Jahren kennen und für ihre gute Arbeit schätzen.“ Insgesamt arbeiten 315 Beschäftigte für das Studierendenwerk. Diese sind zwar nicht so stark betroffen wie die Saisonmitarbeiter, aber auch die Stammmitarbeiter bekommen die Krise zu spüren.

„Die Krise spüren wir deutlich“

„Gerade ist nur die Mensa im Georg Forster-Gebäude (GFG) geöffnet. Alle anderen Mensen haben wir geschlossen. Der Betrieb funktioniert nicht, wenn keine Kunden da sind. Deshalb sind auch ein Großteil unserer festen Mitarbeiter in Kurzarbeit“, erklärt Kohn-Ade. Deren Gehalt werde aber vom Studierendenwerk aufgestockt. Für das Jahr 2020 rechne man mit einem Einkommensausfall von bis zu 80 Prozent in der Gastronomie. Aber auch der Bereich Wohnen ist betroffen: „Viele ausländische Studenten kommen nicht nach Mainz, haben ihre Wohnheimplätze gekündigt. Auch sonst ist der Zulauf geringer als in vorausgegangenen Semestern.“

Für den Herbst hoffe man, dass wieder mehr Präsenzveranstaltungen stattfinden und damit auch die Anzahl an Studenten auf dem Campus wieder steige, so der Sprecher. „Wenn wieder mehr Präsenzveranstaltungen stattfinden, können wir unser Angebot auch wieder mehr öffnen. Wie genau das aussieht, kann man jetzt aber noch nicht sagen.“ Bis dahin habe man sich für die Klausurenphase ein Alternativangebot überlegt: Ein Snack-Bike wird für die Studenten auf dem Campus umherfahren. (df)

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