Nachhaltigkeit wird Pflichtfach für BWL-Studenten in Mainz

An der Uni Mainz wird Nachhaltigkeit zum Pflichtfach für BWL-Studenten. In einem neuen Kurs entwickeln sie Social-Media-Konzepte für regionale Projekte des NABU.

Nachhaltigkeit wird Pflichtfach für BWL-Studenten in Mainz

An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wird das Thema Nachhaltigkeit zum Pflichtbestandteil im Studium der Betriebswirtschaftslehre. Das teilt die Universität mit. Möglich macht das eine Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Im neuen Bachelor-Pflichtkurs „Nachhaltige Produkt- und Konsumentscheidungen“ entwickeln rund 150 Studenten in Teams Kommunikationskonzepte für 18 regionale NABU-Projekte. Entwickelt wurde der Kurs von Professor Oliver Emrich und seinem Team.

Die Studenten sollen die Konzepte auch praktisch in den sozialen Medien umsetzen. Ziel ist es, die Sichtbarkeit und Unterstützung für den regionalen Umweltschutz zu erhöhen. Dafür stimmen sich die Teams in mehreren Sitzungen mit den Ansprechpartnern der NABU-Projekte ab.

Begleitet wird die Projektarbeit von Professor Emrich und seinem Team mit wissenschaftlichen Impulsen und Coachings. Ausgewählte Beiträge werden zudem auf den neuen Kanälen des Projekts „Zukunfts-Faktor“ bei Instagram, LinkedIn und YouTube veröffentlicht. Das Lehrkonzept wird vom Gutenberg Lehrkolleg (GLK) der JGU gefördert.

Umdenken bei zukünftigen Managern

„Mit diesem Pflichtkurs setzen wir in der BWL ein wichtiges Signal: Der Klimawandel betrifft die Lebensgrundlagen unserer Gesellschaft, zugleich erfordert er von Manager:innen ein Umdenken, denn er wird zu einem der bedeutendsten Megatrends für das Konsumentenverhalten“, betont Professor Emrich. Zukünftige Entscheidungsträger müssten verstehen, wie sie durch eine nachhaltige Markenpositionierung die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen stärken können.

Auch der NABU begrüßt die Kooperation. „Das neue Lehrkonzept zeigt, wie Wirtschaft, Marketing und Naturschutz gemeinsam arbeiten und voneinander profitieren können“, so Benjamin Csonka vom NABU Bundesverband. Die ehrenamtlich Engagierten hätten oft keine Zeit für die Kommunikation in sozialen Medien und würden durch die Studenten sehr unterstützt.