Silvester-Tristesse in Mainz? Wie es sich mit dem Abbrennen von Feuerwerk verhält

Tausende Raketen in bunten Farben werden auch dieses Jahr wieder in Mainz nicht abgeschossen werden. Auch 2021 gilt ein Verkaufsverbort von Feuwerwerkskörpern. Was dennoch erlaubt ist.

Silvester-Tristesse in Mainz? Wie es sich mit dem Abbrennen von Feuerwerk verhält

Der laute Knall wird wohl ausbleiben: Eigentlich hatten die Mainzer nach dem trostlosen Corona-Jahr 2020 und dem abgesagten Silvesterfeuerwerk auf Besserung gehofft. Doch auch ein Jahr später gibt es in den Supermarkt-Regalen wieder keine Raketen und Böller; es gilt ein Verkaufsverbot für Feuerwerk. Denn aufgrund der angespannten Corona-Situation hat sich die Politik dazu entschieden, größere Zusammenkünfte zu verbieten. Aber auch ein weiterer Gedanke spielt beim Verkaufsverbot von Feuerwerk eine Rolle:

Doch was ist nun mit Raketen, die im Ausland erworben wurden oder die man noch auf Vorrat zuhause im Keller gelagert hat? Leser Mogon meint hierzu: „Das Böllerverbot bezieht sich nur auf den Verkauf, nicht auf das Zünden von Feuerwerk!“ Was nun konkret und im Speziellen für Mainz gilt, weiß Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr.

Was erlaubt ist

Wie er sagt, sei der Verkauf von bestimmtem Feuerwerk in Deutschland verboten. Dazu zählten pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2, zum Beispiel Böller und Raketen. Vom Verbot ausgenommen seien beispielsweise Knallfrösche oder auch Wunderkerzen. Ein generelles Verbot des Abbrennens von Böllern im öffentlichen Raum sei in der jüngsten Verordnung nicht ausgesprochen worden. „Solange von Seiten des Landes kein Abbrennverbot ausgesprochen ist, darf vorhandenes Feuerwerk gezündet werden.“ Dazu zählt auch das im Ausland erworbene Feuerwerk.

Allerdings gilt es hierbei, einige wichtige Dinge zu beachten. Wie die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) angibt, muss man beim Ankauf im Ausland mindestens 18 Jahre alt sein. Außerdem muss das Feuerwerk auf die geltende EU-Richtlinie zur Pyrotechnik hin geprüft worden sein. In diesem Fall hat das betreffende Produkt dann eine vierstellige Registriernummer (z.B. 0589 für die BAM) und ein CE-Zeichen. Auch das Abbrennen von Alt-Feuerwerk ist gestattet. Allerdings rät hier die BAM: „Sollten Verbraucher noch Feuerwerk aus vergangenen Jahren übrighaben, wird dringend empfohlen, dieses nicht zu zünden, um Unfälle zu vermeiden und die Krankenhäuser während der Corona-Pandemie nicht zusätzlich zu belasten.“

Kontrollen in Mainz?

Unabhängig davon gelte in Mainz für weite Teile der historischen Altstadt und den dortigen zahlreichen, besonders brandempfindlichen Fachwerkhäusern ein gesetzliches Abbrennverbot, erklärt Stadtsprecher Peterhanwahr. Auch in diesem Jahr würden wieder Kontrollen zur Einhaltung der Regelungen stattfinden. Diese erfolgten stichprobenartig, wo konkret werde aber nicht bekanntgegeben.

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