Videobotschaft: OB Ebling gedenkt Opfern des Bombenangriffs auf Mainz

1200 Mainzer starben am 27. Februar 1945

Videobotschaft: OB Ebling gedenkt Opfern des Bombenangriffs auf Mainz

Am Samstag, den 27. Februar, jährt sich zum 76. Mal der Bombenangriff auf Mainz, bei dem 1945 mehr als 1200 Mainzer zu Tode kamen. Am Vormittag gedachte der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) den Opfern des Bombardements bei einer Kranzniederlegung an der Kirchenruine St. Christoph.

Da wegen der Corona-Pandemie eine Gedenkstunde mit Bürgern in diesem Jahr nicht möglich ist, wendet sich Ebling in einer Videobotschaft an die Mainzer. „Die Gemeinschaft fehlt und sie fehlt besonders an einem Tag wie heute“, erklärt der OB darin. Man gedenke der Zerstörung der Stadt, die von einem „schrecklichen Krieg, den Deutschland über die Welt gebracht hat“ ausgelöst wurde. „Auch wenn wir nicht vor Ort zusammen gedenken, so tun wir es an diesm Tag über die ganze Stadt hinweg und wir tun es gemeinsam“, so Ebling weiter.

Von 16:30 bis 16:46 Uhr erinnern die Innenstadtkirchen an den Beginn und die Dauer der Bombardierung mit einem Stadtgeläut. Am Abend wird in der Altstadt eine Gedenkfeier des Ortsbeirates im Freien abgehalten, bei der ein Gesteck an der Bodenplatte zur Erinnerung an die Zerstörung der Mainzer Altstadt niedergelegt wird. Die Bodenplatte war während der Neugestaltung der Emmeranstraße verlegt worden und befindet sich nun an der Ecke Emmeranstraße / Am Kronberger Hof.

Hintergrund

Am 27. Februar 1945 fand der verheerendeste Bombenangriff auf die Stadt Mainz im Zweiten Weltkrieg statt. 435 Britische Bomber warfen zwischen 16:30 und 16:46 Uhr rund 1500 Tonnen Bomben über der Stadt ab. Bei dem Angriff starben knapp 1200 Menschen in Mainz, 80 Prozent der Innenstadt wurden zerstört. Knapp einen Monat später, am 22. März 1945, war der Krieg für Mainz beendet. An diesem Tag nahmen US-amerikanische Truppen die Stadt ein.

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