Landtags-Flaggen in Mainz wehen auf halbmast

Ein Jahr nach der Flutkatastrophe im Ahrtal gedenkt der Landtag der Opfer, Hinterbliebenen und Betroffenen.

Landtags-Flaggen in Mainz wehen auf halbmast

Die Fahnen auf dem Dach des Landesparlamentes wehen auf halbmast. Der Grund der Trauerbeflaggung: Vor genau einem Jahr, in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021, ereignete sich die Flutkatastrophe im Ahrtal. Der Landtag gedenkt nun der Opfer, Hinterbliebenen und Betroffenen.

135 Menschen verloren ihr Leben, 766 wurden verletzt, zwei werden immer noch vermisst. Betroffen waren insgesamt 65.000 Menschen.

Der Untersuchungsausschuss „Flutkatastrophe“ will zudem am Freitag zu Beginn seiner Sitzung eine Gedenkminute einlegen, Landtagspräsident Hendrik Hering nimmt an der heutigen zentralen Gedenkfeier des Kreises Ahrweiler im Kurpark Bad Neuenahr teil.

Strukturen des Katastrophenschutzes ändern

Der Landtag habe sich in all seinen Gremien mit der Flutkatastrophe befasst. Im Vordergrund stehe dabei die Frage, wie den Menschen im Ahrtal schnell und bestmöglich geholfen werden kann, heißt es in einer Mitteilung von Donnerstag. Ein Untersuchungsausschuss soll der Frage nach der politischen Verantwortung für die Katastrophe nachgehen und aufklären, „warum so viele Menschen ihr Leben verloren“. In einer Enquete-Kommission sollen Experten erarbeiten, was verändert werden muss, um solche Katastrophen künftig zu vermeiden. So sollen vor allem die Strukturen des Katastrophenschutzes beleuchtet und zudem geklärt werden, wie die Menschen im Land künftig besser gewarnt und geschützt werden können.

„Wir als Gesellschaft dürfen nicht vergessen, was im Juli 2021 geschehen ist. Diese Flut ist jetzt auch ein Teil unserer rheinland-pfälzischen Identität geworden“, so Landtagspräsident Hering. „Denn ein Vergessen ist keine Option. Nicht für die Menschen in Rheinland-Pfalz, die vielen ehrenamtlichen Helfer:innen. Und nicht für uns als Politiker:innen. Und schon gar nicht für all jene, die in der Flut alles verloren haben. Denn wenn wir uns erinnern, sorgen wir auch gleichzeitig dafür, dass sich ein solch fatales Ereignis nicht wiederholt“.

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