Wohnbau Mainz will mehr geförderten Wohnraum schaffen

Die Wohnbau Mainz hat das Geschäftsjahr 2018 erfolgreich abgeschlossen. Die vorläufige Bilanz weist einen Überschuss von 12,9 Millionen Euro aus. In den kommenden fünf Jahren will das Unternehmen zudem mehr als 1000 Wohnungen in Mainz bauen.

Wohnbau Mainz will mehr geförderten Wohnraum schaffen

„Es ist unser oberstes Ziel, neue und bezahlbare Wohnungen für die Mainzer zu schaffen und zu erhalten“ - das sagten die Wohnbau-Geschäftsführer Thomas Will und Franz Ringhoffer bei der Präsentation der aktuellen Bilanzzahlen des Unternehmens am Freitag. Gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Unternehmens, Dr. Eckart Lensch, sprachen die beiden Geschäftsführer auch über die neuen Projekte der Wohnbau Mainz.

Günstige Mieten

Rund 10.400 Wohnbau-Wohnungen gibt es in Mainz, davon sind 4870 Wohnungen öffentlich gefördert. „Damit sind wir Spitzenreiter in der Entwicklung von gefördertem Wohnraum in ganz Rheinland-Pfalz“, so Franz Ringhoffer. Die Durchschnittsmiete der Wohnbau Mainz lag Ende 2018 bei 6,77 Euro Netto-Kaltmiete pro Quadratmeter. „Die Wohnbau ist gut gerüstet für zukünftige Herausforderungen und ein starker, sozialer und verlässlicher Partner für die Stadt Mainz“, so Aufsichtsratsvorsitzender Eckart Lensch.

Neue Projekte, neuer Wohnraum

In den kommenden fünf Jahren will die Wohnbau in Mainz mehr als 1000 neue Wohnungen bauen. Die Planungen umfassen aktuell sowohl große Bauprojekte in der Mainzer Neustadt als auch auf dem Hartenberg sowie weitere Projekte in anderen Mainzer Stadtteilen. Im vergangenen Jahr konnten zwei Neubauprojekte erfolgreich in die Vermietung gehen. Im Mombacher Westring sei eine Wohnanlage mit 15 barrierearmen Wohnungen fertiggestellt worden, in Ebersheim ein drei Gebäude umfassendes Wohnquartier mit insgesamt 75 Wohnungen, so Thomas Will.

Parallel zu diesen Projekten hat die Wohnbau Mainz im Geschäftsjahr 2018 die Bauvorhaben in der Mainzer Neustadt vorangetrieben. Hier schafft das Unternehmen weiteren dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum. „In der Wallaustraße 93 entstehen 61 Wohneinheiten, eine Kita sowie ein Familienzentrum. In der Sömmerringstraße/Emausweg noch einmal 157 Wohneinheiten“, so Will. Das Gebäude in der Wallaustraße könne voraussichtlich ab Anfang 2020 in die Vermietung gehen. Für die Wohnungen in der Sömmerringstraße/Emausweg sähen die Planungen einen Vermietungsbeginn ab Frühjahr 2022 vor.

Auch im Stadtteil Hartenberg-Münchfeld gibt es Bauvorhaben. Für das Projekt „Wohnen am Hartenbergpark“ werden von der Wohnbau Mainz 133 Mietwohnungen und eine Kita errichtet. Oberhalb des Mainzer Hauptbahnhofes, in der Eduard-Frank-Straße 20-26, baut die Wohnbau Mainz zudem weitere 40 Wohnungen und eine Kita. Bei 30 bis 40 Prozent der Wohnungen beider Projekte wird es aufgrund von Fördermitteln besonders günstige Mieten geben.

Mit dem Kauf der Kommissbrotbäckerei im Mai 2019 steht in der Neustadt ein weiteres großes Wohnbau-Projekt bevor: Auf dem rund 9300 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Heeresbäckerei werden insgesamt 145 Wohnungen, einige Gewerbeeinheiten und in dem denkmalgeschützten Hallenbereich des Seitengebäudes Räume für soziale Einrichtungen und die geplante „Kulturbäckerei“ entstehen. Ein Teil der Wohnungen ist öffentlich gefördert. „In den nächsten Wochen und Monaten werden wir uns mit allen Beteiligten abstimmen und die Planungen voranbringen. Wir freuen uns auf dieses spannende Projekt“, so Thomas Will und Franz Ringhoffer.

Modernisierung und Sanierung

Besonders wichtig sei für die Wohnbau Mainz die Sanierung und Modernisierung der eigenen Bestände, nur so könne preisgünstiger Wohnraum auch langfristig erhalten werden. Mehr als die Hälfte der Wohnungen aus dem Gesamtbestand der rund 10.400 Wohnbau-Wohnungen sei älter als 50 Jahre. Das bedeute, dass Investitionen in die Bausubstanz, die Haustechnik und den allgemeinen Zustand der Häuser notwendig sei, so Franz Ringhoffer. „Im Geschäftsjahr 2018 hat die Wohnbau insgesamt 9,1 Millionen Euro in die Modernisierung investiert.“

Wie Aufsichtsratsvorsitzender Lensch sagt, sei es in Zeiten, in denen Wohnraum knapp und Mieten teuer sind, eine besondere Kunst, Preise und Projekte so zu kalkulieren, dass man wirtschaftlich gut arbeiten und seine Aufgabe, günstige Mieten zu garantieren, gut lösen könne. Genau das treffe bei der Mainzer Wohnbau zu. (df)

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