Die Überwachung des Verkehrs auf Mainzer Straßen zählt mit zu den wichtigsten Aufgaben der Stadt. Dass bei Missachtung der geltenden Vorschriften auch sehr häufig Verfahren eingeleitet werden, zeigt der Jahresbericht der Stadt Mainz*.
Abgeschleppte Autos und „Schrotträder“
Demnach leitete die Bußgeldstelle des Verkehrsüberwachungsamts fast 150.000 Verfahren ein. Bußgeldbescheide ergingen letztlich knapp 13.200. Dass Mainz noch immer eine Stadt der Autofahrer ist, zeigt ein Blick in die Statistik der Verkehrsabteilung. Bei einem „Gesamt-Fahrzeugbestand“ von knapp 127.500, gibt es 122.677 „Verbrenner“ in Mainz. Hybrid-Fahrzeuge (3543) und elektrisch angetriebene Fahrzeuge (1189) sind dagegen klar in der Minderheit.
Kurzzeitig verzichten auf ihr Fahrzeug mussten im Berichtszeitraum rund 3000 Menschen, deren Fahrzeuge kurzerhand abgeschleppt wurden. Zudem gingen bei der Stadt 683 Meldungen über nichtzugelassene Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum ein sowie knapp 500 Meldungen zu Anhängern, die im öffentlichen Verkehrsraum ohne Zugmaschine abgestellt waren.
Auch wenn der Radverkehr in Mainz im Aufwind ist, gibt es dennoch einige, die ihr Rad einfach an öffentlichen Orten in der Stadt entsorgen. Knapp 340 solcher „Schrotträder“, wie die Stadt sie nennt, wurden deshalb bei 15 Aktionen aus dem öffentlichen Verkehrsraum entfernt. Dagegen rüstet das Verkehrsüberwachungsamt selbst auf, was seine Fahrradflotte betrifft. So führte das Amt Pedelec-Streifen ein und stellte seinen Mitarbeitern dafür insgesamt acht E-Räder für ihre Einsätze zur Verfügung. Darüber hinaus schaffte die Behörde drei neue Geschwindigkeitsmessgeräte an.
*Berichtszeitraum: Juli 2020 - Juni 2021