Neue Pläne präsentiert: Mainz soll Biotech-Gigant werden

Stadt und Land wollen eine Milliarde Euro investieren

Neue Pläne präsentiert: Mainz soll Biotech-Gigant werden

Große Pläne haben die Stadt Mainz und das Land Rheinland-Pfalz am Dienstag verkündet. So sollen Mainz und das Land zum führenden Biotechnologie-Standort werden. Dafür soll in den kommenden zehn Jahren 1 Milliarde Euro investiert werden.

Die Milliardeninvestition soll dann 5000 neue Arbeitsplätze in Mainz schaffen. Dafür stellt die Stadt 30 Hektar Fläche zur Ansiedelung neuer Unternehmen zur Verfügung. Besonders gestärkt werden soll die lebenswissenschaftliche Forschung, teilt die Stadt am Dienstag mit. Damit wolle man an die Erfolgsgeschichte des Unternehmens Biontech in Mainz anknüpfen.

„Wir möchten an diesen Erfolg anknüpfen und Entwicklungsperspektiven für die Biotechnologiebranche in unserer Stadt schaffen. Hierfür erarbeiten wir derzeit eine Strategie, die zwei Aspekte miteinander verknüpfen muss: Die Anforderungen der Branche und die Rahmenbedingungen vor Ort hinsichtlich Städtebau, Verkehr, Umwelt und vielen weiteren Themen“, erklärte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) am Dienstag. Viele der bisher in Mainz ansässigen Biotechnologie-Unternehmen seien bereits jetzt in der Oberstadt und in Bretzenheim angesiedelt. Die Nähe zu den Mainzer Krankenhäusern (MKM und Universitätsmedizin) sowie zum Campus der Johannes Gutenberg-Universität sei dabei besonders wichtig.

Eine neue „Biotechnologie-Achse“ soll dabei auf dem Gelände der GFZ-Kaserne gegenüber dem Krankenhaus MKM entstehen. Dort ist bereits das Unternehmen Biontech ansässig. Für neue Biotechnologiefirmen soll ein 18 Hektar großes Gelände an der Hochschule zur Verfügung stehen. „Im nächsten Schritt soll für diese Flächen ein internationaler Ideenwettbewerb durchgeführt werden, um Ideen zu sammeln, wie an dieser Stelle ein nachhaltiges und innovatives Quartier als Biotechnologiestandort gelingen kann“, so Baudezernentin Marianne Grosse (SPD) am Dienstag. Bevor der Wettbewerb ausgelobt wird, sollen Bürger in Infoveranstaltungen über die neuen Pläne informiert werden.

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