Komme ich bei „sofort-impfen.de“ schneller an einen Impftermin?

Neue Hoffnung für alle Impfwilligen? Mit „sofort-impfen.de“ ist zuletzt eine Internetplattform an den Start gegangen, die registrierten Nutzern möglichst zügig einen Impftermin vermitteln will. Was es jetzt zu beachten gilt.

Komme ich bei „sofort-impfen.de“ schneller an einen Impftermin?

In Rheinland-Pfalz geht es mit dem Impfen voran - allerdings nur, was die absoluten Zahlen angeht. Der sogenannte Impffortschritt ist inzwischen schon wieder ins Stocken geraten. Zudem wird ab dem heutigen Montag die Impfpriorisierung aufgehoben (wir berichteten). Dazu passt nun auch eine von Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) unterzeichnete Email, die momentan an Rheinland-Pfälzer verschickt wird, die immer noch auf ihre (Erst-)Impfung warten. Darin heißt es: „Leider bekommen wir als Land nur eine fest begrenzte Menge Impfstoff pro Woche durch den Bund geliefert. Ich bitte Sie noch um ein wenig Geduld, wir vergeben zügig weitere Termine.“

Neue Plattform für Impfwillige

Alternativ zu den Impfzentren kann man sich auch für eine Impfung beim Hausarzt anmelden. Doch auch hier geht es nur langsam voran. Viele Arztpraxen haben bereits einen Aufnahmestopp für Impfwillige verhängt, weil sie zu geringe Impfdosen erhalten. Seit einigen Wochen gibt es jetzt noch eine weitere Möglichkeit, sich für einen Impftermin zu registrieren - die Internetplattform „sofort-impfen.de“. In „nur drei Schritten“ soll man hier an seine Impfung kommen. Dazu müssen sich Interessierte mit ihrer Postleitzahl und Email-Adresse registrieren. Sobald dann Impfdosen in der Umgebung (Radius vorerst etwa fünf Kilometer) für angemeldete Personen verfügbar sind, erhalten diese eine Benachrichtigung mit Terminen inklusive der jeweiligen Impfstoffe, die zur Auswahl stehen. Nach der Bestätigung des Termins durch den Impfwilligen braucht dieser nur noch zu dem Arzt gehen und sich impfen lassen - soweit die Erklärung von „sofort-impfen.de“.

Ziel der Internetplattform, die den Service kostenlos anbietet, sei es Ärzte und Impfinteressenten zusammenzubringen und so zu vermeiden, dass Impfstoff verfällt. Wie die Macher des Projekts angeben, finanziere sich das Portal, das Anfang Mai an den Start ging, „aus freiwilligen Zuwendungen“. Doch wie schnell komme ich nun an ein Impfangebot beziehungsweise „lohnt sich der Hype für Impfwillige“ überhaupt?, will ein Leser wissen. Wie schnell letztlich ein Terminangebot erfolgen kann, hängt dabei von der Anzahl der in der Umgebung registrierten Ärzte ab sowie von der Verfügbarkeit der Impfstoffe. Zudem gilt: Je schneller ich mich auf ein Impfangebot zurückmelde, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich die Zusage bekomme („First-come-first-served“-Prinzip).

Auf Anfrage teilt „sofort-impfen.de“ indes mit, dass bereits Ende Mai 1,7 Millionen Impfwillige und Ärzte auf der Plattform registriert waren. Gerechnet hätte man mit so einem großen Zulauf jedoch nicht. „Wir spüren eine enorme Verantwortung, möglichst schnell unser Versprechen einzulösen und mit der Vermittlung von Impf-Terminen zu beginnen“, so die Macher des Projekts. Und wie viele Ärzte aus dem Raum Mainz beziehungsweise dem Landkreis Mainz-Bingen beteiligen sich nun an der Internetplattform? Hierzu nennt das Team von „sofort-impfen.de“ auf Anfrage keine konkreten Zahlen. Stattdessen teilt die Seite mit: „Wir werden weiterhin unser Bestes geben, Impfwillige und insbesondere so viele Ärzte wie möglich von ‘sofort-impfen.de’ zu überzeugen.

Sollte „sofort-impfen.de“ noch konkrete Zahlen zu den in der Region registrierten Ärzten nennen, werden wir nachberichten.

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