Wann Görtz in der Mainzer Altstadt schließen muss

Seit kurzem steht fest, dass auch die Filiale des Schuhhändlers Görtz Am Brand wegen der Insolvenz des Unternehmens schließen muss. Nun teilte die Zentrale mit, wann letzter Verkaufstag in Mainz ist.

Wann Görtz in der Mainzer Altstadt schließen muss

Noch ist nicht genau klar, wie viele Läden in Deutschland der Görtz-Insolvenz zum Opfer fallen. In Mainz jedoch hat schon der Ausverkauf begonnen. „Wir schließen“, steht auf Aushängen in den Schaufenstern.

Tatsächlich, so teilt ein Pressesprecher von Görtz nun auf Merkurist-Anfrage mit, wird der Mainzer Store Am Brand nur noch einige Wochen geöffnet haben. Voraussichtlich soll der Laden am 28. Februar 2023 schließen. Dann würde auch den Mitarbeitern gekündigt. Das sei „eine bittere Entscheidung und sehr bedauerlich für die Geschäftsführung“, so der Sprecher. Man habe gemeinsam mit dem Gesamtbetriebsrat einen Interessenausgleich und einen Sozialplan vereinbart. Keine Angaben machte Görtz zu der Frage, wie viele Angestellte in Mainz von der Schließung betroffen seien.

Insgesamt arbeiten bei Görtz 1800 Mitarbeiter in 160 Filialen in Deutschland und Österreich. Fest steht: Etliche von ihnen werden nicht gehalten werden können. Seit einigen Monaten, so der Pressesprecher, befinde sich das Unternehmen in einem gerichtlichen Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung. „So soll das Unternehmen wieder robust und zukunftssicher aufgestellt werden.“ Man setze „alles daran, so viele Filialen wie möglich zu halten“. Darunter zähle etwa der Outlet-Store in der Mainzer Straße in Wiesbaden. Dieser sei von der Schließung derzeit nicht betroffen und bleibe weiterhin bestehen.

Standorte werden auf Wirtschaftlichkeit hin überprüft

Man prüfe jetzt jeden Standort auf seine Wirtschaftlichkeit hin und führe Gespräche mit den Vermietern. So soll etwa eine Mietminderung erreicht werden. Einige Mietverträge mussten jedoch bereits gekündigt werden. „Das ist eine schwere Entscheidung, aber zu der Schließung unprofitabler Stores und der Verschlankung der Strukturen gibt es keine Alternative, ohne die Sanierungschancen von Görtz zu gefährden“, teilt der Sprecher mit.

Bis einschließlich November hatten die Mitarbeitenden Gehalt von der Bundesagentur für Arbeit bekommen. Ab Dezember, so war der Plan, wollte Görtz die Löhne und Gehälter wieder aus eigenen Mitteln zahlen. Nun erwartet zahlreiche Angestellte die Kündigung.

Wie viele Filialen das Unternehmen insgesamt schließen werde, könne jedoch noch nicht sicher gesagt werden. Einige Gespräche und Verhandlungen mit Vermietern dauerten noch an. „Auch aus diesem Grund kann daher keine endgültige Zahl benannt werden, da noch vieles im Fluss ist.“

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