Standortliste aufgetaucht: Galeria Kaufhof Karstadt in Mainz vor Aus?

Hat Galeria Karstadt Kaufhof in Mainz eine Zukunft? Ein Online-Unternehmen will nun jedenfalls zahlreiche Filialen übernehmen. Auf einer Liste mit den dafür vorgesehenen Standorten ist Mainz allerdings nicht zu finden.

Standortliste aufgetaucht: Galeria Kaufhof Karstadt in Mainz vor Aus?

Galeria Karstadt Kaufhof hat Insolvenz angemeldet, zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren. 40 der 131 Kaufhäuser sollen nun geschlossen werden, das Unternehmen will sanieren und versuchen, sich doch noch einmal zu retten. Doch spielt der Standort in Mainz überhaupt noch eine Rolle in den Überlegungen? Zwar sollen Filialen in kleinen und mittelgroßen Städten schließen, doch wie die „Bild“ nun berichtet, will der Online-Händler „buero.de“ dutzende Filialen retten.

Bangen um 105 Arbeitsplätze

Auf einer Liste, die der Zeitung vorliegt, sind nun die Standorte angegeben, die in Zukunft erhalten bleiben sollen. Gute Nachrichten gibt es demnach für die Filiale in Bad Kreuznach. Auch den Standort von Galeria Karstadt Kaufhof in Speyer möchte „buero.de“ erhalten. Doch was wird aus Mainz? Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt ist jedenfalls nicht auf der Liste verzeichnet. Ein Aus des Standorts in der Altstadt scheint daher gut möglich zu sein. 105 Mitarbeiter würden dann ihren Arbeitsplatz verlieren.

Doch die die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will um den Standort in Mainz kämpfen. Wie die Verdi-Handelssekretärin Petra Kusenberg gegenüber Merkurist erklärt, würde Verdi Proteste veranstalten und versuchen, die Politik mit ins Boot zu holen. „Eine Schließung wäre dramatisch für Mainz, da viele Menschen gezielt in die Stadt fahren würden, um dort einkaufen zu gehen“, prognostiziert Kusenberg. „Dann ist zu befürchten, dass es auch die kleinen Läden drumherum mittel- und langfristig treffen wird.“

Doch die Verdi-Sprecherin mahnt vorerst noch zur Gelassenheit und will noch keine Prognose für die Zukunft des Mainzer Standorts abgeben. Es sei noch gar nicht abzuschätzen, welche Häuser letztlich betroffen sein werden, meint Kusenberg. Letztlich sei das Ganze noch „Glaskugelguckerei“. Somit können die Mitarbeiter am Standort Mainz auch noch weiterhin hoffen, dass ihre Arbeitsplätze erhalten bleiben.

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