Die GDC Deutschland GmbH, die Betreibergesellschaft der Deko-Kette Depot, stellt ihren Geschäftsbetrieb Ende September ein. Das berichtet Focus online und verweist dabei auf die Deutsche Presse-Agentur. Das Aus betrifft rund 730 Beschäftigte des Unternehmens. Die Depot-Filiale in der Mainzer Römerpassage ist ebenfalls betroffen. Dort ist an der Eingangstür bereits der Hinweis „Wir schließen. Alles muss raus“ zu lesen.
Laut dem Bericht werden alle verbliebenen Miet- und Arbeitsverträge vom Unternehmen gekündigt. Inhaber Christian Gries habe diesen Schritt mit einer sogenannten Masseunzulänglichkeit der insolventen Gesellschaft begründet. Das bedeutet, das Vermögen des Unternehmens reiche nicht aus, um die Kosten des Insolvenzverfahrens zu decken.
Die Marke Depot selbst solle jedoch erhalten bleiben. Gries plane, die Namensrechte in eine neue Gesellschaft einzubringen und mit einem kleineren Team weiterzumachen. Ziel sei es, einen Teil der verbliebenen rund 50 Läden weiterzuführen. „Wir werden mit den Vermietern in Dialog gehen, um neue Mietverträge abzuschließen. Depot wird nicht verschwinden“, wird Gries von der dpa zitiert.
Konsumflaute und Online-Konkurrenz als Gründe
Das Unternehmen aus dem Landkreis Aschaffenburg hatte bereits im Mai ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet. Als Hauptgründe für die finanzielle Schieflage gelten die Konkurrenz durch Online-Plattformen wie Temu sowie eine spürbare Kaufzurückhaltung bei den Kunden.
Es sei nicht das erste Insolvenzverfahren für die Kette. Ein früheres Verfahren habe bereits zu einer deutlichen Verkleinerung des Filialnetzes geführt, das einst rund 400 Standorte umfasst habe.