Wespen: Warum sie momentan so aktiv sind

Bei der derzeitigen Hitze sind die Wespen oft besonders aktiv. Wir sagen euch warum und wie ihr reagieren könnt.

Wespen: Warum sie momentan so aktiv sind

Eis, Kuchen, Grillfleisch: Alles, was im Sommer so geliebt wird, kann unweigerlich zur Tortur werden. Denn einige Insekten mögen die Leckereien ebenfalls – das kann für den Menschen mitunter unangenehm werden. Und gerade bei der momentanen Hitze können Wespen richtig aggressiv werden.

Denn wenn es warm ist, sind Insekten aktiver, also nicht nur Wespen, sondern auch Bienen oder Schmetterlinge. Der Grund: Insekten sind wechselwarme Tiere. Bei Kälte sind sie eher träge, bei Wärme bekommen sie mehr Energie. Zudem ist gerade der Höhepunkt des Wespenjahres: Die Königinnen und Männchen schlüpfen. Und dieser Nachwuchs braucht Nahrung. Nun herrscht aber gleichzeitig eine große Trockenheit – was für die Tiere bedeutet: Sie finden gar nicht genug Nahrung für sich und ihr Volk. Helfen können daher Wasserstellen für Insekten. Dafür werden in einer Schale Wasser ein paar Steine hineingelegt, auf denen die Insekten landen und gefahrlos trinken können. Nicht nur Wespen nutzen dieses Angebot, auch Bienen und Hummeln.

Was gegen Wespen hilft

Wenn euch Wespen zu nahe kommen, solltet ihr auf keinen Fall pusten. Denn das CO2 in der Atemluft löst bei den Tieren ein Alarmsignal aus. Auch wild um euch schlagen solltet ihr möglichst nicht, rät der NABU. Denn Wespen stechen dann, wenn sie sich bedroht fühlen. Am besten ist es Ruhe zu bewahren. Prinzipiell hilft es auch, auf Parfüms und duftende Deos oder Cremes sowie bunte Kleidung zu verzichten, denn das zieht die Wespen unwillkürlich an. Süßes Essen sollte im Freien abgedeckt und Reste entfernt werden. Nach dem Essen sollte vor allem den Kindern der Mund abgewischt werden. Übrigens finden nur zwei der acht in Deutschland vorkommenden Wespenarten Süßes und Fleisch anziehend: Die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe.

Ihr könnt die Tiere ablenken, indem ihr etwas Süßes fünf bis zehn Meter entfernt von eurem Gartentisch platziert. Am besten, so der NABU, eignen sich dafür überreife Weintrauben. Marmelade oder Honig ist hingegen weniger geeignet, da das die Wespen aggressiv machen könnte. Eine Wespe zu töten oder zu verletzen ist hingegen sogar verboten und wird – zumindest in der Theorie – mit bis zu 5000 Euro Bußgeld geahndet. Auch wenn Brutstätten zerstört werden, kann das ein Bußgeld nach sich ziehen. Wespennester werden übrigens nur einmalig bewohnt. Stirbt das Volk im frühen Herbst aus, kann man es problemlos entfernen.

Bei einem Stich können halbierte Zwiebeln helfen, die direkt auf die Stelle gedrückt werden. Schmerz und Schwellung können so gelindert werden.

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