Sechs Schwerpunkte: So soll die Mainzer City wieder aufblühen

„Innenstadt-Impulse“ so heißt das Modell-Projekt mit dem die Mainzer City wieder vorangebracht werden soll. Damit das gelingt, unterstützt das Land die Stadt Mainz mit rund einer halben Million Euro.

Sechs Schwerpunkte: So soll die Mainzer City wieder aufblühen

Die Corona-Pandemie hat dem Mainzer Einzelhandel stark zugesetzt. Weil die Geschäfte in der Innenstadt lange Zeit schließen mussten, verlagerte sich der Handel weiter in den Online-Bereich. Um nun wieder Kunden in die City zu locken, will die Stadt sechs Schwerpunkte setzen, um die Innenstadt wieder zu beleben. Unterstützung kommt dabei auch von der rheinland-pfälzischen Landesregierung. So überbrachte Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) dem Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) einen Förderbescheid. Für das Modell-Projekt „Innenstadt-Impulse“ bekommt die Stadt nun (neben einem Eigenanteil in Höhe von 54.000 Euro) 486.000 Euro, um das Vorhaben umzusetzen.

Das ist nun geplant

Um die City wieder voranzubringen, setzt die Stadt auf ein neues Event-Beleuchtungskonzept: Mit „Mainz leuchtet – die Mainzer City wird illuminiert“ sollen mit Lichtinszenierungen zu Beginn der dunklen Jahreszeit neue Akzente in der Innenstadt gesetzt werden. Die Aktion soll bis Ende Januar 2022 laufen. So sollen Großkugeln oder auch bewegliche Illuminationen vor geeigneten Gebäuden installiert werden.

Zudem plant die Stadt sechs Aktionstage, an denen Künstler verschiedener Sparten auf Pop up-Bühnen in der Stadt auftreten. Bei „Mainzer Sommer – Kultur und Wissenschaft erleben“ werden die Auftrittstage demnach bewusst auf Tage mit einer eher schwächeren Besucherfrequenz gelegt, um wirklich einen Impuls für den Innenstadt-Besuch zu geben. Außer dem Staatstheater Mainz sollen mehr als 25 Hochschul-, Forschungs- und Bildungsinstitutionen mit eingebunden werden.

Außerdem soll die Innenstadt von Mainz erstmals zur „Museumsmeile“ werden. In leerstehenden Ladenlokalen werden Infotafeln und Installationen gezeigt, eventuell auch durch die Beklebung von großen Schaufensterflächen. An mehreren Orten finden sich interaktive Mitmachelemente, beispielsweise Riechstationen mit Weinaromen oder eine Aromaverkostung mit schwarzen Gläsern. Des Weiteren ist angedacht, Informationen über, sowie Exponate von Johannes Gutenberg in der Stadt auszustellen. Mit Hilfe von „iBeacons“ etwa an Gebäudewänden oder der Innenseite von Schaufenstern werden Filme und Inhalte interaktiv präsentiert.

Ein weiterer Schwerpunkt ist eine Innenstadtkampagne. Hierbei soll es sich um eine Kampagne handeln, die die Schwerpunkte Einzelhandel, Gastronomie, Verweilen und Kultur in den Mittelpunkt stellt. Ziel soll es sein, einen attraktiven und jahreszeitlich abgestimmten Innenstadtauftritt sowie einen Baukasten verschiedener Maßnahmen zur Werbung für den Einkaufs- und Touristen-Standort Mainz zu entwickeln. Auch eine „Leerstandsplattform“ ist vorgesehen. Um Leerständen aktiv zu begegnen, wird die Anmietung leerstehender Ladenlokale für neue Nutzungen (zum Beispiel Pop-Up-Stores, Existenzgründer, Direktvertrieb, City-Logistik) unterstützt. Ziel ist die Wiederbelebung bereits länger leerstehender Geschäftsflächen in der Mainzer Innenstadt sowie die Unterstützung der lmmobilieneigentümer, um ihre Geschäftsflächen wieder in eine langfristig tragfähige Nutzung zu bringen.

Und mit „MAINZ - das virtuelle Stadterlebnis“ ist eine Erweiterung der Mainz-App vorgesehen. Der Fokus liegt hier auf der Erlebbarkeit der Mainzer Innenstadt, der Schaffung und Etablierung von digitalen und virtuellen Angeboten in den Bereichen Museen, Kultur, Stadtführungen und touristische Information sowie dem Ausbau der App als „digitales Schaufenster" mit rund um die Uhr abrufbaren Informationen.

„Kreative und attraktive Maßnahmen“

Oberbürgermeister Michael Ebling dankte Finanzminister Ahnen für die Fördermittel, die die Stadt Mainz in die Lage versetzen, kurzfristig „kreative und attraktive Maßnahmen“ für das coronabedingt über lange Zeiträume erlahmte Leben in der Innenstadt zu ergreifen: „Diese Zuwendung wird vieles anschieben. Wir wollen und müssen wieder mehr Schwung in die Innenstadt bringen, sie revitalisieren und danken dem Land daher für den finanziellen Rückenwind bei diesem wichtigen Vorhaben.“

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