Wie geht es mit der Mainzer Eissporthalle weiter?

Eigentlich ist die Eishalle am Bruchweg ein Publikumsmagnet. In Nicht-Corona-Zeiten laufen hier Tausende Besucher pro Jahr ihre Runden. Die Zukunft der Halle ist jedoch etwas ungewiss. Deshalb starten die Verantwortlichen nun eine besondere Aktion.

Wie geht es mit der Mainzer Eissporthalle weiter?

Mehr als 40 Jahre ist die Eishalle am Bruchwegstadion inzwischen alt. Eine Rundum-Erneuerung der Eissporthalle wäre dringend geboten. Doch von den zuständigen Stellen in Mainz scheint keine Unterstützung zu kommen. Um auf die missliche Lage der Halle aufmerksam zu machen, hat der Förderverein Eissport für Mainz e.V. nun Mainzer Spitzenpolitiker auf unkonventionelle Art und Weise um Hilfe gebeten.

„Wir fühlen uns allein gelassen“

Ziel der Aktion sei es, dass die Eissporthalle in der Mainzer Politik wieder präsenter wird, erklärt der 1. Vorsitzende Nick Pawolleck gegenüber Merkurist. So habe man den Politikern verschiedener Parteien, darunter Sabine Flegel (CDU), Johannes Klomann (SPD) oder Daniel Köbler (Grüne), einen Fragenkatalog zur Zukunft der Eishalle zukommen lassen. Dabei wurden die Politiker unter anderem nach ihren eigenen Erlebnissen in Zusammenhang mit der Eishalle befragt und auch, ob sie sich vorstellen können, sich für den Fortbestand der Halle einzusetzen*.

„Wir wollen, dass über das Thema Eissporthalle wieder gesprochen wird“, sagt Pawolleck. Man befinde sich zwar in Gesprächen mit dem Eigentümer der Anlage, der Stadt Mainz, aber eine klare Aussage zu der Zukunft der Halle gebe es bisher nicht. „Wir fühlen uns etwas alleingelassen.“ Die Stadt Mainz sehe er aber dennoch in der Pflicht, sich um die Halle zu kümmern, sagt Pawolleck. Die Situation sei schwierig, aber der Förderverein versuche, mit der Stadt zu einer Lösung zu kommen. Die Hoffnung sei weiterhin da.

Eishalle mit großem Einzugsgebiet

Mut macht dem Förderverein zudem eine Antwort von Innen- und Sportminister Roger Lewentz (SPD) auf den Fragenkatalog. So gewähre das Land Rheinland-Pfalz „Investitionszuschüsse im Rahmen der Sportstättenförderung“. Zuschüsse würden entsprechend der Priorität gewehrt, die die jeweilige Stadt einer Maßnahme zubillige. Der Stadt Mainz seien hierzu die Fördermodalitäten bekannt, erklärt Lewentz in seinem Schreiben an den Förderverein.

Dass es tatsächlich eine reelle Chance auf Förderung durch das Land gibt, sofern sich die Stadt Mainz dafür einsetzt, glaubt auch Pawolleck. „Die Eishalle in Bitburg ist mit 500.000 Euro gefördert worden, das würde ich mir auch für Mainz wünschen.“ Schließlich kämen die Besucher der Eishalle am Bruchweg nicht nur aus Mainz. So habe die Eissporthalle ein riesiges Einzugsgebiet, das bis nach Bad Kreuznach und sogar bis nach Idar-Oberstein reicht, erklärt Pawolleck abschließend.

*Die Ergebnisse der Befragung könnt Ihr hier nachlesen.

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