Corona-Notbremse beschlossen: Mainz bekommt wieder eine Ausgangssperre

Am Donnerstag hat die Bundespolitik das neue Infektionsschutzgesetz auf den Weg gebracht. Hier erfahrt ihr, was darin steht und was das für Mainz bedeutet.

Corona-Notbremse beschlossen: Mainz bekommt wieder eine Ausgangssperre

Am Donnerstag haben der Bundesrat und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier grünes Licht für die sogenannte Bundesnotbremse gegeben. Am Mittwoch hatte der Bundestag die Gesetzesänderung verabschiedet. Die darin beschlossenen Corona-Regelungen treten voraussichtlich schon am Samstag, den 24. April, in Kraft. In Mainz liegt der Inzidenzwert am Donnerstag bei 205.

Ausgangssperre

Für Mainz bedeutet das: Die Ausgangssperre gilt wieder, nun aber in veränderter Form. Statt wie bis zur Aussetzung am vergangenen Freitag (wir berichteten), gilt die Sperre nun von 22 bis 5 Uhr. Allerdings dürfen die Mainzer noch zwischen 22 und 0 Uhr alleine Sport im Freien treiben oder spazieren gehen. Danach darf man nur noch mit triftigem Grund (zum Beispiel wegen der Arbeit) vor die Tür. Die Ausgangssperre gilt jedoch nur ab einer örtlichen Inzidenz von über 100.

Private Kontakte

In Kommunen und Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100 dürfen sich zwei Haushalte mit maximal 5 Personen treffen. Liegt die Inzidenz über 100, darf sich ein Haushalt mit maximal einer weiteren Person treffen. Unabhängig von der Inzidenz gilt in Betrieben, bei denen es die Arbeit zulässt, eine Homeofficepflicht. Ist Homeoffice nicht möglich, müssen Arbeitgeber den Mitarbeitern zwei Corona-Schnelltests pro Woche ermöglichen.

Kitas und Schulen

Kitas und Schulen bleiben auch bei einer Inzidenz von über 100 geöffnet. Allerdings müssen auch dort zwei Schnelltests pro Woche für Lehrer, Erzieher und Kinder sichergestellt sein. In Schulen würde jedoch ein Wechselunterricht stattfinden. Aber einer Inzidenz von über 165 findet in Schulen nur noch Distanzunterricht statt, in Kitas Notbetreuung.

Kultur und Zoos

Kultureinrichtungen können bei einer Inzidenz von unter 100 theoretisch geöffnet bleiben. Ab einer Inzidenz von über 100 müssen sie definitiv schließen. Zoos und öffentliche Gärten dürfen für Publikum geöffnet bleiben. Der Zutritt ist aber nur mit einem aktuellen negativen Schnelltest möglich.

Körpernahe Dienstleistungen

Friseure, medizinische Dienste und Fußpfleger dürfen auch ab einer Inzidenz über 100 geöffnet bleiben. Dann nur mit Kontaktverfolgung und Schnelltests.

Einzelhandel

Der Einzelhandel für den täglichen Bedarf (Supermärkte und Drogerien) darf unabhängig vom Inzidenzwert geöffnet bleiben. Allerdings nur, wenn Zugangsbeschränkungen verhängt werden. Der sonstige Einzelhandel darf bis zu einer Inzidenz von 50 regulär öffnen. Liegt der Wert über 50, ist nur noch Terminshopping erlaubt. Ab einer Inzidenz von über 150 dürfen Kunden die Waren nur noch abholen kommen.

Gastronomie

Bis zu einer Inzidenz von 50 darf Außengastronomie betrieben werden. Kunden müssen aber vorher reservieren und einen aktuellen negativen Test nachweisen. Andernfalls dürfen Gastronomen ihre Gerichte nur To-go oder zum Liefern anbieten. Sollte die Inzidenz bei über 100 liegen, gilt dies wegen der Ausgangssperre nur bis 22 Uhr.

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