Neues Café in der Neustadt

Noch sind die Fenster abgeklebt und die Tür verschlossen, aber innen tut sich was: „George Mainz“ eröffnet nächste Woche in der Frauenlobstraße. Was euch dort außer Kaffee und Kuchen erwartet, erfahrt Ihr hier.

Neues Café in der Neustadt

Die Gastro-Szene in der Neustadt ist um ein Café reicher: „George Mainz“ eröffnet am nächsten Mittwoch (20. Mai) in der Frauenlobstraße 51. Wo sich früher der Elektroladen der Familie Secker befand, wird ab nächster Woche Frühstück, Kaffee und Kuchen serviert. Doch was ist das Besondere am „George“? Wir haben mit den Inhabern gesprochen.

Inspiriert vom Reisen und Industrial-Chic

Dass sie eines Tages einmal ein Cafe aufmachen will, wusste Inhaberin Georgina Rippert (23) schon länger. „Schon seit ich 16 war, hatte ich den Traum vom eigenen Café. In der Familie haben wir das oft thematisiert und mein Vater hat mich ermutigt, den Plan in die Tat umzusetzen. Ich backe sehr gerne und bin ein großer Fan der Kaffeehaus-Kultur.“ Während ihres Studiums der Biochemie jobbte sie längere Zeit in der Gastronomie. Statt wie damals angedacht das Café nur zu zweit mit ihrem Vater zu eröffnen, ist ihr Freund Geronimo Bergmann (24) noch mit eingestiegen.

Auch für ihn beginnt jetzt nach dem ersten juristischen Staatsexamen ein neuer Abschnitt. Er erzählt: „Auf vielen unserer gemeinsamen Reisen haben wir uns im Urlaubsort ein Stammcafé gesucht, wo wir uns zuhause gefühlt haben. Sozusagen wie ein zweites Wohnzimmer.“ Das Motiv des Reisens wird in der Einrichtung aufgegriffen - außerdem im Nebenraum, wo ein Bücherschrank mit Reiseführern zum Stöbern einladen soll. Die Einrichtung wurde am sogenannten Industrial-Stil orientiert: etwas rau, rustikal und urban, mit viel Holz und natürlichen Farben.

Das Motto des George: „Hier soll sich jeder wohlfühlen. Auch beim Essen ist für alle etwas dabei - ob Vegetarier, Veganer oder Fleischliebhaber.“ Der Fokus liegt auf einem großen Frühstücksangebot. Außerdem werden Sandwiches, Salate und auch alkoholische Getränke angeboten. Der Kuchen wird selbst gebacken, den Kaffee bezieht das Paar von einer Frankfurter Kaffeerösterei. Außerdem ein Special: „Gua“, die Guaven-Limonade einer Stuttgarter Marke in vier Geschmacksrichtungen. Das „George“ ist mehr als ein typisches Frühstücks-Café: „Einmal pro Woche möchten wir die Öffnungszeiten ausweiten, sodass das Café abends zur Bar wird“, sagt Bergmann. Auch Kulturevents wie Lesungen und Kunstausstellungen oder Themenabende sollen stattfinden.

Optimistisch bezüglich Corona-Auflagen

Auf die Frage, ob die Corona-Schutzmaßnahmen ihnen Sorgen bereiten, erklärt Rippert: „Unsere geplante Eröffnungsparty müssen wir leider verschieben. Aber abgesehen davon sind wir recht zuversichtlich, dass wir damit gut klarkommen.“ Ob am Anfang nur „to-go“ angeboten oder der normale Betrieb aufgenommen wird, wird sich Anfang nächster Woche entscheiden. Bei der Umsetzung der Maßnahmen sehen die beiden keine Probleme. „Wir haben sowohl auf der Außenterrasse als auch drinnen recht viel Platz zur Verfügung, sodass wir den Sicherheitsabstand gewährleisten können“, so Bergmann.

Kollegen statt Konkurrenz

In die Gastro-Szene der Neustadt mit ihren vielen Bars und Cafés möchte sich das „George“ „harmonisch einfügen, aber auch etwas abheben“, so Rippert. Die relativ hohe Café-Dichte im Viertel sieht das Paar nicht als Minuspunkt, sondern eher als Bereicherung. „Wir nehmen die Nachbarschaft als sehr freundlich und gemeinschaftlich wahr“, erzählt sie. Laut Rippert kooperieren die Gastronomen eher, statt dass ein Konkurrenzkampf herrscht. In der Café-Kultur der Neustadt sei für jeden etwas Passendes dabei. „Ich kann mir zum Beispiel bei uns gut Studenten vorstellen, die sich zum Lernen treffen oder Abwechslung vom Homeoffice brauchen. Aber auch junge Familien mit Kindern sind willkommen.“

Weitere Infos zu „George Mainz“ findet ihr hier und hier. (mm/pk)

Logo