Mainzer Pharma-Unternehmen will noch dieses Jahr an die Börse gehen

Der Glashersteller konnte trotz der Krisen des Jahres 2022 wachsen.

Mainzer Pharma-Unternehmen will noch dieses Jahr an die Börse gehen

Um 2,8 Milliarden Euro ist der Umsatz des Mainzer Glasproduzenten Schott AG im Jahr 2022 gewachsen. Wie das Unternehmen mitteilt, bedeutet das eine Erhöhung von zehn Prozent. In einem Geschäftsjahr, das von der Ukraine- und Energiekrise geprägt war, hat Schott damit einen Umsatzrekord erzielt.

„Angespannte Lieferketten als Nachwirkung der Pandemie sowie stark gestiegene Energie- und Rohstoffpreise stellen die Industrie derzeit vor große Herausforderungen – so auch uns“, kommentiert Finanzvorstand Dr. Jens Schulte die angespannte wirtschaftliche Situation des Jahres 2022. „Einen Teil haben wir durch Effizienzmaßnahmen kompensiert. Preisanpassungen ließen sich jedoch nicht vermeiden.“ Gegengesteuert habe man mit dem Ausbau des Produktionsnetzwerks und konsequentem Rekrutieren von Fachkräften. So seien 700 Arbeitsplätze neu geschaffen worden. Man wolle das Personal im aktuellen Geschäftsjahr weiter aufstocken.

Damit konnte der Umsatz gesteigert werden

Die Umsatzsteigerung habe man vor allem im Pharma-Geschäft erzielen können. So seien die Glas- und Polimerspritzen, Karpulen, Fläschchen und Ampullen, die die Tochterfirma Schott Pharma herstelle, gut verkauft worden. Aber auch bei Lichtleitern für die Roboterchirurgie sei die Nachfrage hoch gewesen. Sie transportieren weißes Licht von der Lichtquelle bis in den Körper, wodurch Chirurgen das Körperinnere vor sich sehen. Zudem seien auch Komponenten für Mikrochips, die Schott fertigt, gut nachgefragt worden.

Jetzt wolle man verstärkt auf die Herstellung von ultradünnem Glas für die Bereiche Astro und Space setzen. Darüber hinaus habe man sich zum Ziel gesetzt, mit dem Jahr 2030 klimaneutral zu werden. Ein erster Meilenstein sei schon erreicht: Der weltweite Strombedarf aller Schott-Niederlassungen werde seit 2022 mit erneuerbaren Energien gedeckt. Schott schaut optimistisch in die Zukunft und setzt sich für 2023 ein Wachstumsziel von weiteren fünf bis acht Prozent. Der Süddeutschen Zeitung gegenüber gab das Unternehmen bekannt, dass es einen Börsengang für seine Tochtergesellschaft Schott Pharma in diesem Jahr für wahrscheinlich halte. Einen genauen Zeitplan gab Schott aber dort nicht bekannt.

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