Das sind die Bilder des Jahres 2021

Hochwasser, Klassenerhalt und ganz viel Corona: 2021 gab es Ereignisse, die Mainz bewegt haben. Merkurist wirft einen Blick zurück.

Das sind die Bilder des Jahres 2021

Das Jahr 2021 war vieles, gewöhnlich aber ganz sicher nicht. So bestimmte vor allem das zweite Jahr in Folge die Corona-Pandemie das Geschehen. Doch auch andere Ereignisse bewegten in diesem Jahr die Mainzer. Wir geben euch einen Überblick.

Januar/Februar: Hochwasser

Starkregen und Tauwetter sorgten Ende Januar und Anfang Februar dafür, dass die Wasserpegel der Flüsse in Rheinland-Pfalz anstiegen. Auch der Rhein trat in Mainz über die Ufer.


Februar: Trauriger Rosenmontag

Rosenmontag in Zeiten von Corona: Eigentlich stehen beim Höhepunkt der Mainzer Straßenfastnacht bis zu 500.000 Menschen in der Mainzer Innenstadt feiernd und singend. Doch wegen der Pandemie wurden in der Kampagne 2021 alle Umzüge und Partys abgesagt. Nur wenige hartgesottene Narren gingen bei Graupelschauern doch in die Stadt.


März: Lange Schlange vor Geschäften

Es sind Bilder, an die wir uns mittlerweile fast gewöhnt haben: lange Schlangen vor Klamottenläden. Im März nach dem langen Lockdown im Winter war das aber noch nicht selbstverständlich. Nach vielen Monaten konnte der Einzelhandel am 8. März wieder öffnen. Die Kunden nahmen die neue Möglichkeit dankend an: So bildeten sich vor einigen Geschäften in der Mainzer Innenstadt lange Schlangen, vor allem vor C&A in der Seppel-Glückert-Passage und H&M „Am Brand“.

Langsam kehrte ein bisschen Normalität zurück, doch die sollte schon bald wieder vorbei sein. Die dritte Welle kam.

April: Ausgangssperre

Es war wohl die bisher heftigste Maßnahme in der Corona-Pandemie: Ab dem ersten April durften sich in Mainz alle Bürger zwischen 21 und 5 Uhr nur mit einem triftigen Grund außerhalb ihrer Wohnung aufhalten. Zwei Wochen später wurde die Ausgangssperre vom Verwaltungsgericht gestoppt. Bis dahin sah Mainz bei Nacht aus wie eine Geisterstadt:


Mai: Unfassbarer Klassenerhalt

Kulttrainer Peter Neururer bezeichnete es als die „größte Fußball-Sensation der letzten zehn Jahre“. Die eigentlich nach der Hinrunde schon fast abgestiegenen Mainzer krempelten im Winter die sportliche Führung komplett um – und das neue Trio Christian Heidel (Sportvorstand), Martin Schmidt (Sportdirektor) und Trainer Bo Svensson brachte den Erfolg zurück.

Durch eine Niederlage des SV Werder Bremen am 33. Spieltag gegen den FC Augsburg erreichte Mainz vor dem Fernseher den Klassenerhalt. Mannschaft und Trainerstab feierten spontan zusammen mit Fans am Favorite-Hotel in der Oberstadt.

Juni: Gastronomie ist zurück

Wenige Wochen sollte der „Wellenbrecher-Lockdown“ für die Gastronomie dauert, es wurde schließlich ein halbes Jahr daraus. Nach kurzzeitiger Außengastro-Öffnung im April konnten Biergärten schließlich ab Ende Mai wieder regulär öffnen, Anfang Juni folgte die Innengastro. Seitdem sind Bilder von Bier- und kaffeetrinkenden Menschen in der Öffentlichkeit wieder normal. Zum Glück!


Juli: Hochwasser

Hochwasser im Winter, Hochwasser im Sommer: Glücklicherweise kam die Stadt Mainz aber im Juli sehr glimpflich davon. Vor allem im Ahrtal wüteten die Wassermassen heftig, der Rhein in Mainz trat hingegen nur leicht über die Ufer.

August: Klopp in Gonsenheim

Der August war (glücklicherweise) ein eher ruhigerer Monat in Mainz. Langsam schlich sich wieder etwas mehr Normalität in den Corona-Alltag - auch wenn immer noch alle Volksfeste abgesagt wurden. In der Länderspielpause der Fußball-Bundesliga kam auch ein alter Bekannter aus Liverpool zu Besuch: Star-Trainer Jürgen Klopp verbrachte ein paar Tage in seiner alten Heimat Gonsenheim und war auch prompt zu einem Selfie mit einer Gonsenheimer Gastronomin bereit.

September: Clubs öffnen

Eineinhalb Jahre hatten wir auf diese Bilder gewartet: Feiernde Menschen auf den Tanzflächen der Mainzer Clubs. Ab dem Sommer ging es so langsam wieder los, doch zunächst noch mit Corona-Auflagen, die eine Öffnung für viele Betreiber unmöglich machten. Erst ab Mitte September öffneten beliebte Mainzer Clubs wie das „Caveau“, das „Red Cat“ oder das „Schon Schön“ wieder. Mit dem „Finn’s“ öffnete sogar eine neue Feierlocation in Mainz, „Schon Schön“-Opa Klaus Tiller feierte noch Ende November seinen 70. Geburtstag in seinem Lieblingsclub. Doch da galt schon die Maskenpflicht auf der Tanzfläche, die viele Clubs wieder zur Schließung zwang. Die Freude währte also nur zwei Monate.

Oktober: Der Herbst zieht ein

Mal was ruhiges für zwischendurch: Wenn der Herbst die Blätter in bunte Farben taucht, sind manche Orte in Mainz besonders schön anzusehen. Dazu zählt unter anderem die Kupferbergterrasse.

November: 11.11.

Wer hätte das noch Anfang des Jahres für möglich gehalten? Tausende feiernde Narren am Schillerplatz, die am 11.11. „Im Schatten des Doms“ von Thomas Neger oder „Wir sind Mainzer“ von Oli Mager singen. Nach dem Ausfall der Feier im vergangenen Jahr wurde 2021 tatsächlich wieder die Zahl 11 gefeiert. Doch ganz normal war es in diesem Jahr nicht: So gab es einen Vorverkauf mit personalisierten Tickets, ein eingezäuntes Gelände und Zutritt nur für Geimpfte und Genesene. Doch die Feiernden ließen sich die Laune weder von Corona noch von der Kälte verderben.

November/Dezember: Weihnachtsmarkt

Und auch das nächste große Mainzer Fest konnte in diesem Jahr wieder stattfinden: der Weihnachtsmarkt. Zwar gab es ein längeres Hin und Her, welche Corona-Regeln nun gelten sollten, am Ende stand die Entscheidung aber fest: Wie am 11.11. durften nur Geimpfte und Genesene die Stände besuchen, zudem galt eine Maskenpflicht auf dem gesamten Gelände. Auch die „Winterzeit“-Märkte an Hauptbahnhof, Schillerplatz, Neubrunnenplatz und Hopfengarten konnten stattfinden.

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