Wie geht es mit den Impfungen in Rheinland-Pfalz weiter?

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer teilte im Anschluss an den Impfgipfel die Ergebnisse bei einer Pressekonferenz mit.

Wie geht es mit den Impfungen in Rheinland-Pfalz weiter?

Wie geht es mit den Impfungen weiter? Werden Kinder und Jugendliche bald geimpft? Und wann kommt der digitale Impfpass? Darüber haben die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag diskutiert. Im Anschluss daran teilte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) die Ergebnisse des Impfgipfels und die Auswirkungen auf Rheinland-Pfalz bei einer Pressekonferenz mit.

Die Frage nach Impfungen von Kindern und Jugendlichen war das größte Thema des Gipfels. Die europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) wird voraussichtlich am morgigen Freitag (28. Mai) den Biontech-Impfstoff für Kinder ab 12 Jahren freigeben. Dann wird die ständige Impfkommission (Stiko) eine Empfehlung dazu abgeben. Ab dem 7. Juni, wenn die Priorisierungen wegfallen, sollen sich dann auch Kinder und Jugendliche beim Arzt für einen Impftermin registrieren können. Vor allem für Kinder sei das Gespräch mit einem vertrauten Arzt wichtig. Außerdem stehe dort der meiste Impfstoff zur Verfügung. Im Gespräch mit dem Vorsitzenden der Stiko Thomas Mertens sei eines aber auch klargeworden: „Herr Mertens hat noch einmal sehr deutlich gemacht, dass ein sicherer Schulbetrieb unabhängig von Impfungen der Kinder möglich ist“, so Dreyer. Das läge unter anderem an guten Hygienekonzepten und daran, dass Lehrer schon geimpft seien.

Ein eigenes Impfstoff-Kontingent für Kinder und Jugendliche ist nicht in Planung. Aber es werde im Juni 660.000 mehr Impfdosen in Rheinland-Pfalz geben als noch im Mai, so Dreyer. Aktuell sei der Impfstoff nicht ganz gleich verteilt. Einige Bundesländer, so auch Rheinland-Pfalz, hätten etwas weniger Impfdosen pro 100.000 Einwohner zur Verfügung als andere. Das soll sich aber in Zukunft ändern.

In der zweiten Junihälfte soll außerdem der digitale Impfausweis nutzbar sein, der auch auf Reisen gültig sein wird. „Ich bin sehr froh, dass wir eine europäische Lösung und keinen Flickenteppich haben“, sagte die Ministerpräsidentin dazu. Zum Thema Urlaub kann sie außerdem Hoffnung machen: „Urlaub in Deutschland wird für die Menschen möglich, egal ob sie geimpft sind oder nicht.“ Auch im europäischen Ausland werden Getestete voraussichtlich Geimpften gleichgestellt.

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