Die Kaufpreise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in Rheinland-Pfalz haben sich in den vergangenen zwölf Monaten stabilisiert, während die Wohnungsmieten landesweit moderat angestiegen sind. Das geht aus dem neuen Immobilien-Preisspiegel 2026 des Immobilienverbands Deutschland (IVD West) hervor, der die Entwicklung in 83 rheinland-pfälzischen Kommunen beleuchtet.
So sieht es in und um Mainz aus
Laut dem Bericht blieben die Preise für Einfamilienhäuser im Landesdurchschnitt nahezu unverändert, was auch daran liegt, dass kaum Neubauten auf den Markt kamen. Allerdings zeigen sich deutliche regionale Unterschiede: Während die Preise in Rheinhessen und in den Universitätsstädten Mainz und Trier leicht zulegten, stagnierten sie in der Pfalz oder sanken im Hunsrück und in der Eifel sogar. Konkret stiegen die Preise für Eigenheime etwa in Worms um vier Prozent, während sie in Ludwigshafen, Zweibrücken und Nierstein um zwei Prozent nachgaben.
Noch uneinheitlicher ist die Entwicklung bei Eigentumswohnungen. Hier gab es bei Bestandsimmobilien in Städten wie Ingelheim, Kaiserslautern oder Oppenheim Preissteigerungen von rund vier Prozent. In anderen Orten wie Gönnheim, Ludwigshafen oder Bad Kreuznach sanken die Preise hingegen. Die wenigen Neubauwohnungen wurden jedoch durchweg teurer. In Wörrstadt beispielsweise stiegen die Neubaupreise um mehr als zehn Prozent, obwohl sich die Preise für Bestandswohnungen kaum veränderten.
Mieten steigen, Mainz bleibt an der Spitze
In den sehr guten Lagen von Mainz werden für Eigentumswohnungen weiterhin mehr als 6000 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Dahinter folgen Ingelheim mit 5700 Euro und Speyer mit 5300 Euro. Die günstigste Neubauwohnung wurde laut Bericht in Rengsdorf für 1200 Euro pro Quadratmeter verkauft.
Anders als die Kaufpreise sind die Wohnungsmieten im Landesschnitt weiter leicht gestiegen. Der IVD begründet dies damit, dass weiterhin zu wenige Mieter in den Kaufmarkt wechseln. So erhöhten sich die Mieten für Bestandswohnungen in Remagen um durchschnittlich sieben Prozent, während sie in Landau, Alzey oder Koblenz stabil blieben. In Mutterstadt sanken die Bestandsmieten sogar leicht. Die Spanne reicht von landesweit günstigsten Mieten in Lauterecken mit 4,50 Euro pro Quadratmeter im Altbau bis hin zu Spitzenpreisen in Mainz, wo im Neubau bis zu 20 Euro pro Quadratmeter fällig werden.