Wohnen in Mainz wird immer noch teurer

Trotz Coronakrise keine Entspannung auf dem Immobilienmarkt

Wohnen in Mainz wird immer noch teurer

In Mainz sind die Kaufpreise für Wohnungen im vergangenen Jahr noch einmal angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Immobilienportals immowelt*. Demnach legte der Preis pro Quadratmeter Wohnfläche im Vergleich zum Jahr 2019 noch einmal um sechs Prozent zu und liegt somit im Schnitt bei 3690 Euro.

Auch in der Nachbarstadt Wiesbaden stiegen die Preise weiter an. Dort zahlt man 3970 Euro pro Quadratmeter (+12 Prozent), wenn man eine Wohnung kaufen möchte. In der Main-Metropole Frankfurt stiegen die Preise im Vergleich zu 2019 um mehr als 1000 Euro an (+22 Prozent). Aktuell muss man dort beim Wohnungskauf 5980 Euro für einen Quadratmeter ausgeben. Das bedeutet Platz zwei im Ranking der untersuchten deutschen Städte hinter München. Dort lag der Kaufpreis für Wohnungen pro Quadratmeter erstmals über 8000 Euro.

Wie Jan-Carl Mehles von immowelt gegenüber Merkurist sagt, sei ein Grund für die angestiegenen Preise, dass Immobilien immer noch als sichere Anlagen im Vergleich zu beispielsweise Aktiendepots gelten. In Mainz seien die Preise weiterhin hoch, da hier die Nähe zu Frankfurt eine große Rolle spiele. Ein Ende des Booms sei noch nicht abzusehen. „Es gibt im Moment keine Indikatoren dafür, dass die Preise - trotz Coronakrise - massiv sinken. Es gibt also keine generelle Trendwende“, so Mehles.

*Für die Analyse wurden die 81 deutschen Städte mit über 100.000 Einwohnern untersucht. Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise waren auf immowelt.de inserierte Angebote. Dabei wurden ausschließlich Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Preise sind jedoch jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise und geben den Median der in den Jahren 2019 und 2020 auf immowelt.de angebotenen Wohnungen (40 bis 120 Quadratmeter) wider. Der Median ist dabei der mittlere Wert der Angebotspreise. Die realen Preise können also sogar noch höher liegen.

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