Diese Mainzer Stadtteile sind besonders gefragt

Wer in Mainz eine Immobilie erwerben will, der sollte auf jeden Fall schon einmal viel Eigenkapital mitbringen. Denn die Preise sind im Schnitt zuletzt stets gestiegen. Doch welche Stadtteile favorisieren eigentlich die Kauf-Interessenten?

Diese Mainzer Stadtteile sind besonders gefragt

In Mainz haben sich die Preise für Immobilien in den letzten Jahren fast immer nur in eine Richtung entwickelt – und zwar nach oben. Mit Frankfurt und Wiesbaden zählt Mainz schon längere Zeit zu den attraktivsten Standorten im Rhein-Main-Gebiet. Doch welche Stadtteile sind bei den Immobilien-Käufern besonders beliebt? Dieser Frage ist nun das Handelsblatt nachgegangen.

Dörflicher Charakter nicht hinderlich

Laut einer Analyse von vdp Research, die das Unternehmen exklusiv für das Handelsblatt zusammengestellt hat, gehörten Gonsenheim, wo Einfamilienhäuser gefragt sind, sowie das weiter westlich gelegene Finthen zu den Vierteln mit besonders vielen Transaktionen. In Finthen seien Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser begehrt. Zu diesen „Trendvierteln“ zählten aber auch Drais und Ebersheim. Diese Stadtteile hätten sich, so das Handelsblatt, in ihrem Kern den dörflichen Charakter erhalten.

Auch in Bretzenheim seien Häuser und Wohnungen aus dem Bestand begehrt – im Unterschied zum stadtweiten Trend. Bretzenheim habe ebenfalls einen alten, fast dörflichen Ortskern und sei bei Studenten wegen der Nähe zum Uni-Campus und zur Innenstadt beliebt. „Familien finden dort zum Teil noch bezahlbare Einfamilienhäuser oder Reihenhäuser auf kleineren Grundstücken“, berichtet das Handelsblatt. In diesen „Trendvierteln“ seien die Grundstückspreise in den vergangenen zehn Jahren enorm gestiegen.

Noch einmal etwas anders sieht es in Gonsenheim aus, das schon lange Zeit zu den besten Mainzer Wohngegenden zählt. Bei weitgehend stabilen Preisen würden Einfamilienhäuser und Villen nahe des Gonsenheimer Waldes häufig nicht einmal den Weg auf die einschlägigen Immobilienportale finden, sagt Kim Ricci-Schlaak, die das Mainzer Büro des Maklerhauses Von Poll Immobilien leitet, gegenüber dem Handelsblatt.

Doch es gibt offenbar auch Stadtteile, die nicht ganz so nachgefragt sind und in denen die Preise sogar etwas sinken. Dazu gehörten die Stadtteile Hechtsheim, Weisenau und Laubenheim, wie die Zeitung mit Verweis auf Ricci-Schlaak berichtet. Der Fluglärm sei hier vor allem für Käufer, die nicht aus der direkten Umgebung kämen, ein „Ausschlusskriterium“, so die Immobilien-Expertin gegenüber der Wirtschaftszeitung.

Potenzial für neuen Wohnraum gibt es noch in der Mainzer Neustadt. Dort sollen in den nächsten beiden Jahren im Zollhafen noch mehrere Zehntausend Quadratmeter Wohnraum entstehen, so die Zeitung. Allerdings müssten Käufer hier eher tiefer in die Tasche greifen, um eine Immobilie zu erwerben. Hier seien Quadratmeterpreise von mehreren Tausend Euro zu zahlen.

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